Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 4 (31.3.1939)
- Date
- 1939-03-31
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE WELT RUNDSCHAU wr. 4, si.rn.im Bich am 1. April zu erinnern, dass es erst «echs Jahr* her ist, seitdem diese Entwicklung eingesetzt hat. E« dürfte kaum viele deutsch- Juden Reben, die sich geistig noch in die Zeit vor diesem Datum zurückve-rset-f-n Können. Vefhiehmng der Entscheidung Nach der Beendigung der Londoner Gespräche Uber Palästina, dir im Grunde nur eine Bestätigung der These des Peel-Berichts brannten, das* ein Ausgleich zwischen Juden und Arabern nach dem jetzigen Stande unmöglich ist, kam es zu einer Überraschung: Die angekündigte Erklärung der englischen Regierung über die künftige Palästina-Politik ist vers c h o b e n worden. Die offizielle Version ge.it dahin, dann die Ereignisse, in Mitteleuropa und die dadurch verursachte. Spannung das englische Kabinett so sehr in Anspruch genommen haben, das« alle linderen Fragen zurückgestellt werden mussten. Man sagt, das« die Erklärung nach den Oster-Feiertagen herauskommen wird . Ob mit Rücksicht auf die politische Lage der I n h a 11 der Erklärung sich iindern wird, ist vorläufig nicht zu erkennen. Es scheint ja, dass in dieser Beziehung oft ganz plötzliche Entschlüsse gefasst werden. Manche glauben, dass zunächst jede Entscheidung vermieden werden wird und es beim Status quo bleibt, d h. Aufrechterhaltung des Mandates und Fortsetzung des Versuches der Unterdrückung des arabischen Terrors. Andere Informationsquellen deuten darauf hin, dass England nach dem Scheitern der Konferenz eine weitere Annäherung an den arabischen Standpunkt gesucht habe. Die Naschaschibj-Gruppc scheint die englischen Vorschläge, die von den Arabern offiziell abgelehnt wurden, doch als eine mögliche Verhandlungsgrundlage anzusehen, während die anderen Araber, wenigstens nach aussen hin, diese Möglichkeit scharf ablehnen. Dass die Verhandlungen Kairo fortgesetzt werden sollen, wo in der englischen Botschaft ein araberfreundlicher Beamte massgebend ist, derir.lt' George Antonius (dem geistigen . Führer der palästinensischen Araber) verschwägert ist,j ist kein gutes Vorzeichen für die jüdische Sache. In man-; chen Pressestimmen wird angedeutet, dass der Zweck der Palästina-Konferenz gar nicht Palästina selbst gewesen sei, sondern eine Einigung Englands mit den arabischen Staaten über ganz andere Dinge für den Fall einer euro-! päischen Konflagration. Ob dieses Ziel erreicht wurde,; weiss man nicht. Aber Palästina wurde damit verquickt. Vielleicht kann gesagt werden, dass mit Rücksicht auf: die gespannte europäische Lage jetzt eine gewisse Atemp a u s c in bezug auf Palästina eingetreten ist. Es wird von der Entwicklung der Politik abhängen, ob die Palästinafrage wieder in aller Schärfe auf die Tagesordnung tritt; man würde wünschen, dass die Atempause dazu benutzt Hürde, um doch noch einen Ausweg zu finden, was insbesondere in Anbetracht der bedrohlichen Welt- ( Situation viele Argumente für sich hat, j Die jüdische Vertretung I Nach dem Abschluss dieser Konferenzen muss noch; ein Wort über die Haltung der j ü d i s c h e n D o 1 e g a - tion gesagt werden. Noch ist öffentlich keine Rechensehaft abgelegt worden und Einzelheiten sind nicht bekannt. Die Natur der Besprechungen bringt es mit; sich, dass Veröffentlichungen nur mit Zustimmung der Verhandlungspartner, d. Ii. also der englischen Kodierung, erfolgen können. Aber durch die heimgekehrten Delegierten, die ihren Körperschaften Rechenschaft abzulegen haben, ist doch schon, in groben Umrissen der dramatische Gang der Londoner Ereignisse bekannt geworden. lv jüdische Delegation unter der Führung von Dr. Weizmaun hat eine Arbeit geleistet und eine Belastung tu tragen gehabt, wie gewiss noch niemals eine politische Vertretung der Juden in unserer Zeit. In erster Linie muss hier ein Wort über die fast übermenschliche Leistung von Dr. Weizm-nin gesagt werden, der jetzt zu unserer Freude auf der Reise nach Palästina wt. Dr. Wcizmann hat die Last der zionistischen Verantwortung fast 20 Jahre hindurch getragen. Er hat gegen den Widerstand fast aller objektiven Momente immer wieder mit der ungeheuren Überzeugungskraft, die in seiner Persönlichkeit und in der von ihm vertretenen Sache steckt, dem Zionismus seine Position im politischen Leben erkämpft und dabei im jüdischen Lager nicht immer das gebührende Verständnis gefunden. Dr. Wcizmann hat in der internationalen Welt ein Ansehen wie kein anderer Jude, und die Tatsache, dass er die jüdische Sache führt, ist eines der positiven Momente, die wir in unserer überaus schweren Lage heute aufzuweisen haben. Die Art und Weise, wie Weidmann im Kreuzfeuer der gegnerischen Argumente standhielt und trotz dem Druck der überaus ungünstigen Weltverhältnisse die jüdische Sache mit Grosso und Würde vertreten hat. wird ein grosses Kapitel in der jüdischen Geschichte bilden. Zufällig erschien g; rade jetzt in zweiter Auflage als Broschüre die Rede, dio Weidmann 1937 vor der Königlichen Kommission in Jerusalem gehalten hat. Diese Rede ist ein erschütterndes Büd der Judenfrage unserer Zeit. Es ist anzunehmen, dass die Rede, mit der jetzt in London von Weidmann die Verhandlungen eröffnet wurden, auf ähnlicher Höhe gestanden hat (es heisst, dass auch diese Rede veröffentlicht, werden wird, bis die Zustimmung der Konferenz« leitung erteilt wird), ,1m Laufe der Konferenz war immer wieder die Notwendigkeit, mit Staatsmännern zu verhandein, schwierige Situationen zu erleichtern, neue Freunde zu werben. Wir alle verstehen, dass die Juden heute in der Welt Freunde brauchen. Es genügt nicht, wenn wir uns über ungerechte Behandlung und über Unmenschlichkeit beklagen, wir müssen auch die Kraft haben, durch eine Darstellung dieses Unrechts und durch die Art und Weise, wi e wir sei b i, t i h m g e g e n ü b v r t r c t e n , Freunde eu werben. Diese Aufgabe wird in der Zukunft immer grösser vor uns stehen, i Wcizmann besitzt die Überlegenheit, zu wissen, worauf es ' tn einem gegebenen Moment ankommt. Die Schwierig- * keiteii der politischen Lage spürt er mehr als jeder sonst, Das neue Weissbuch Verpflichtungen damals und jetit DI« enfllseJi« Regierung hnt nls Wel*«bueh (Cmd 3964) eine Reihe von Erklärungen vpröffentlieht, die vor 20 Jahren betreffend „den künftigen Statu« verschiedener Teile des Ottomanlsrhen Reiche«" Abgegeben wurden. Das Weisssbueh i«t eine Art Ergänzung zu dem kur* vorher erschienenen Weissbuch (Cmd M»R7). in welchem die umstrittene Korrespondenz zwischen McMnhon und dem Scherifen Huwein veröffentlicht vrnr. Durch dieee Veröffentlichungen ist die englische Regierung dem Drangen der Arwber nachgekommen. Die treibende Kraft war dabei zweifellos f;e<">rgp Antonius, der Verfasser de« kürzlich in England erschienenen Buches ,.T)an arabische KrWachen". Antonius befas«t flieh in diesem Buch ausführlich mit all den Dokumenten, die jetzt veröffentlicht worden xind, Besondere« Gewicht legt er auf die sogenannte „Erklärung nn die Sieben" vom 1«. Juni 1918, worin ausgesprochen wird, dns.s in Bezug auf die künftige Regierungsform in den von der englischen Armee besetzten ehemals türkischen Gebieten „es der Wunsch und das Verlangen der britischen Regierung ist, diu» die künftige Regierung dieser Gebiete gegründet »ein .-«oll auf dem Prinzip der Zustimmung der Regierton". Wenn «chon ein Gegensatz zwischen den den Juden und den den Arabern gegebenen Versprechungen konstruiert wird, .ho wäre darauf hinzuweisen, dass die „Erklärung an die Sieben" ein halbe» Jahr nach der Batfour- Deklaration gegeben wurde. Es kann also nicht die Absicht Englands gewesen sein, in die Gebiete, auf die die „Erklärung an die Sieben" »ich bezieht, Palästina einzu- »chliensen. Es gibt eine Fülle von Zeugnissen aus den Jahren HU8/li>, die bestätigen, das« mich die Araber davon tiberzeugt waren, das« Palästina nicht in die englischen Versprechungen eingeschlossen waren. Auch auf der Friedenskonferenz hat die Vertretung der Araber keine Ansprüche auf Paliistina erhoben. Dr. Wcizmann hat In einem Brief an die „Times" am 23. März diese Tatsache in Erinnerung gebracht. Er hat darauf hingewiesen, dass In dem Komitee, das die Publikationen der verschiedenen Dokumente in den Weissbüchern vorbereitete, die Juden nicht vertreten waren, obwohl jüdische Interessen dabei sehr eng berührt werden. Die Juden protestieren dagegen, dass In einem offiziellen Dokument eine willkürliche und einseitige Auswahl der Dokumente stattgefunden hat. Die Publikation gleicht viel mehr einem offiziellen arabischen Dokument als einem englischen. Auch die Londoner „Times" spricht ihre Verwunderung darüber aus. dass In den Weissbüchern die Tatsache nicht erwähnt wird, dass die arabische Delegation an der Friedenskonferenz,' der unter anderen General Nuri Said (jetzt Ministerpräsident vom Irak und Führer der Irakischen Dotation In Ijmttm) und Auni Abdul lladi (einer der Führer « patasUn^nsiaehen [Araber) angehörten, keinen Anspruch auf Palästina erhoben hat. Von jüdischer Seite muss jetzt an die engliüche Regierung die dezidiertc Forderung gerichtet werden, daas auch d i c Dokumente, die sich «uf dai den Juden J gegebene Versprechen beziehen, sowie ai lere relevante Dokumente in Bezug auf die jüdisch-arabischen Beziehungen In jenen Jahren, veröffentlicht werden. Die Tatsache, daas die Verwaltung Palästina« eine „doppelte Verpflichtung" In sieh schliefst, nämlich sowohl gegenüber Juden als auch gegenüber Arabern, ist von England häufig betont und auch von der Mandatskommission de* Völkerbundes bestätigt worden. Auch von jüdischer Seite wird dies nicht In Abrede gestellt. Dlt jetzigen Publikationen »her lassen den Eindruck entstehen, all ob man der englischen öffentlichen Meinung besonders diejenigen Versprechungen in Erinnerung rufen wollte, die den Arabern gegeben worden sind — und dis in einer Zeit, In der die Araber ein« groise Möglichkeit zur ungestörten Entwicklung ihrer Gebiete unter britischem Schutz besitzen, während die Jud«.n über die ganze Welt verstreut und vertrieben werden und Tauacnde von ihnen zwischen de» Grenzen einzelner Milder itn Niemandsland sitzent während Seiner Majestät Britische Regierung vor 22 Jahren feierlich versprochen hat. die Errichtung einer Heimstätte für dai jüdische Volk zu erleichtern. Zehntausende von Menschen brauchen heute ein Nationalheim, das Ihnen zugleich persönliche Heimstätte Bein kann, um zunächst ein vial das primitivste menschliche Bedürfnis zu befriedigen, nämlich Boden unter den Füssen zu haben. Wir lassen dahingestellt, welche Versprechungen England oder einzelne Engländer zu dieser oder jener Zeit den Arabern gemacht haben. Sicher ist, das« auch den Juden Versprechungen gemacht wurden, und dass sogar dann, wenn keine Versprechungen an die Juden vorlägen, die heutige dramatische Situation und ungeheuerliche menschliche Tragödie das Er- I greifen von Massnahmen erfordern würde, d.h. die Einrieb- | tung einer Heimstätte, die nach Lage der Dinge und au» | Gründen, die nicht immer wiederholt werden müssen, nur In j Palästina möglich Ist. Diese Forderung muss sich durchset-; zen und das jüdische Volk als Ganzes würde eich gewig» | glücklich schätzen, wenn diese Erfüllung der primitivsten j Forderung, die ja keineswegs noch das( Ende der Anstii-i.ga.i- | gen bedeutet, sondern vielmehr einen ungeheuren Einsatz an j Kraft und Leistung, an Schweiss und Blut erfordert, durch 1 eine grosszügige und entschlossene Handlung der menschlich ' denkenden Völker gesichert werden könnte. aber die staatsmännische Tat besteht darin, in schwierij gen Lagen sich nicht zu Unbesonnenheiten oder zu NihUj iiamus hinreissen zu lassen. Dr. "'eizinann wird in Palastina hoffentlich mit dem Respekt empfangen werden, der seiner Leistung gebührt. Mit Genugtuung ist noch die Tatsache zu verzeichnen, dass die gesamte jüdische Delegation, Zionisten und Nichtzionisten, geschlossen hinter Weizmanns Führung stand. Dies ist von grösster Bedeutung auch für die Zukunft. Denn wir brauchen auch in Zukunft eine geschlossene Front, und es beginnt ein? Zeil grösster Verantwortung besonders für die amerikanischen Juden, die das Schicksal seit fünfzig Jahren über den Ozean getrieben hat und die jetzt die wichtigste Stütze des jüdischen Ringens um ein neues Leben geworden sind. Auswanderung Durch die internationalen Entwicklungen der letzten Wochen sind die Verhandlungen über die Regelung der A u s w n n d c r u n g aus Deutschland völlig in den Hintergrund getreten. Aber das Problem selbst ist nicht kleiner, sondern wachst ins Gigantische, je mehr Länder von Deutschland direkt oder indirekt erobert werden. Die Bemühungen des Evian-Komitees, in dessen Namen jfr. Rublee und später Mr. Pell in Herlin verhandelten, gehen nach zwei Richtungen. Auf c r einen Seite handelt es steh, um die Zustimmung Deutschlands zu irgendeiner Form der F i a n z i e r u n g der Auswanderung und TYansferierungeines Bruchteils des Vermögens der Juden, auf der anderen Seite aber geht es darum, Ei r. w a n d crungs m ö g 1 i c h k e i t e n 211 orsehliessen. Die gut gemeinte Initiative des Präsidenten der Vereinigten Staaten im Sommer vorigen Jahres, die zu der Konferenz von Evinn geführt hat, hatte vorläufig nur die Wirkung, die Auswanderungsfrage zu einem öffentlich tiiskuticrtfn Problem in vielen Ländern zu machen, wodurch die fremdenfeindlichen Tendenzen in diesen Ländern stärker wurden, sodass die Einwanderung eher erschwert als erleichtert wurde. Dazu kommt, dass durch die neuen Katastrophen in Europa neue Fluchtüngsmassen in Bewegung kamen und die Abflussktfnäle immer mehr verstopft werden. Vor einiger Zeit hat der Unterstaatssekretär des Äussern, Mr. Butler, im englischen Unterhaus erklärt,' er habe eine Reihe von „erfreuliehen Tatsachen" in Bezug auf die Erfolge c<s Evian-Komitee zu berichten, nämlich ermutigende Anerbieten von U.S.A,, Australien, der Dominikanischen Republik und don Philippinen, wozu noch die Vorschläge der englischen Regierung ki nen (offenbar beaügl h Britisch Guayana und Kenya). In Wahrheit muss leider gesagt werden, dass die Vorschläge, die der englische Minister als zufriedenste.iend bezeichnet, im Augenblick so gut wie überhaupt keine Erleichterung bieten. In \ Palästina (und überhaupt in zionistischen Kreisen) kann man manchmal Äusserungen des Befremdens darüber hören, dass auch Zionisten aus Deutsehland die Eröff- 1 uung von EiuwanderUnmöglichkeiten iu alle möglichen Länder ausserhalb Palästinas für wünschenswert halten. Wer aber die Lage der deutschen Juden aus eigenem Erleben kennt, weiss genau, was die Öffnung irgend eines Ortes — wenn auch nur zum vorübergehenden Aufenthalt — bedeutet. Auch wenn wir auf Grund unserer Kenntnis der Judenfragc wissen, dass so manche der vorgeschlagenen Wanderungsmassnahmen nur Palliative sind, können wir doch nicht umhin, uns mit aller Kraft dafür einzusetzen. In dieser Hinsicht gibt es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Zionisten und Nicht- •zionisten in Deutschland, und überzeugte Zionisten arbeiten aktiv in der Auswandererhilfe. Gewiss würden wir es vorziehen, wenn Palästina alle jüdischen Flüchtlinge aufnehmen könnte. Wir alle wenden uns gegen die Beschränkung der Einwanderung nach Palästina und appellieren an die Einsicht Englands, wir fordern das Recht auf offenes Tor im Lande des jüdischen Nalionalheims. Und doch ist es nicht, wie manche meinen, ,,übertriebener Realismus", sondern einfach die Gewissensnflich-. gegenüber zehntausenden leidenden und auf Befreiung wartenden Menschen, wenn wir das Faktum, dass die 800,000 j .Juden aus dem Gross-Dout.srhla.nd von heute nicht in kurzer Zeit nach Palästina kommen können, als traut ig© i Wirklichkeit würdigen. Müssen wir alle nicht alles tun, um ein Asyl und menschenwürdiges Leben für diese Juden zu finden? Die Vorschläge, die Mr. Butler rwahnf. hat, haben bisher keine reale Bedeutung. In Wahrheit ist seit Gründung der E via n*Kon f erenr. gar keine neue Einwanderungsmöglichkeit eröffnet r/orden, dagegen wurden einige früher noch offene Tore versperrt. In der hier erwähnten De! te im L'nt.-u'haus erklärte der Vorsitzende des Evian-Komitees, Lord Winterton, da» Evian-Komitee habe beträcht liehe Erfolge erzielt und er hoffe, dass in den nächsten zwei Monaten ,,noch grössere ' Ergebnisse'* erreicht werden. Näheres wurde darüber nicht gesagt. Das Evian-Komitee soll nach einer Mit« , teüung Itord Wintertons im Sommer wieder zusammentreten. Möglichkeiten im britischen Reich I Gibt es also wirklich keinen Ausweg und sfn<5 alle, : die nicht nach Palästina kommen können, aufzugeben? j Dass es in der Welt leere Räume und Siedlungsra ö g - i i i c h k e 1 t e n gibt, wird eigentlich nicht bestritten. An j erster Steile sind dabei die leeren Räume in Amerika und (im Britischen Empire zu nennen. Kürzlich wurde | in London eine Abschiedsfeier für 50 junge Briten, die i als Siedler nach Australien gehen, veranstaltet und | bei dieser Gelegenheit wurden einige Roden gehalten, j die hervorhoben, wie notwendig eine dichtere Besiedlung verschiedener Teile des Britisch Empire sei. Der Bischof von London sagte z. B., dass Canada noch zehn Millionen' britische Einwohner brauche und Australien ähnlich. Angesichts dieser Ziffern erscheint die Abwanderung von 50 Menschen nach Australien als ein relativ gering" fugiges Ereignis; man m\m daraus .schliefen, dass die Propaganda in England zur Auswanderung von