Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 2 (20.3.1939)
- Date
- 1939-03-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. % JÜDISCHE WELT RÜNDSCHA V S«!t4 8 AUSSICHTEN LANDWIRTSCH AFTLICHER ANSIEDLUNC Von Dr. ARTHI'R HI'lflN KRF,\HI{r?\OK\ ir\f> Die Zusammenballunj? der .luden im Hantel und in den Vermittler he rufen wurde seil Beginn der Em.nnzipationabestrebuneen von den Regierungen und von vielen Juden selbst als Erschwerung ihrer Assimilation und ihres wirtschaftlichen Aufstiegs angesehen. FLs hogannen in den osteuropäischen Ländern Versuche, die Juden anderen „produktiven" Berufen zuzuleiten. Wenn die Wanderung der Juden die eine Form der Anpassung der Juden an wechselnde wirtschaftliche Bedingungen der Urnwelt darstellt, so ist die Berufsumschichtung die zweite Form. Durch die Auswanderung sucht der Jude eine für seinen bisherigen Beruf passem«? neue Umwelt zu finden, durch die Berufsumschichtung sucht «r sich der gegebenen Umwelt anzupassen. Die Versuche gingen in erster Linie auf die Überführung von Juden zur Landwirtschaft. Schon am Ende des 18, Jahrhunderts stellte die österreichische Regierung jru diesem Zwecke in Galizien Bodm zur Verfügung Und zwang die jüdischen Gemeinden, einer gewissen Zahl von Familien aus ihrer Mitte die zur Ansiedlung notwendigen Mittel zu geben. Andere Versuche grösseren Umfangs zur Zurttekführung der Juden zur Landwirtschaft sind im 19. Jahrhundert in K-i.-ob.nd, in A; •■vn?inien und in Palästina gemacht worden mit dem Resultat, dass heute die Gesamtzahl der Juden in der Welt, die aus der Landwirtschaft ganz oder teilweise ihren Unterhalt ziehen, fast 500 000 Seelen beträgt, nämlich in Russland 40 000 Familien m. inages. 200 000 Seelen Polen 10 000 M M 50000 . Litauen 3 000 „ „ 15 000 „ Lettland 200 „ „ „ . 1000 „ Rumänien 5 500 „ „ „ 30 000 m Tschechoslowakei (Karpathorussland und Slowakei) 3 500 „ „ „ 20 000 . Argentinien 3 500 „ „ „ 18 000 „ „ Brasilien 100 „ „ „ 500 " „ Vereinigt« Staaten 20 000 „ „ „ 80 000 „ Canada u. Südafrika 800 „ ■ n „ 4 000 „ Palästina 15 000 „ „ „ 60 000 „ 101 600 Familien m. Insges. 478 500 Seelen Bei Betrachtung aller bisherigen Kolonisationsunternehmungen zeigt sich, dass die Juden auf folgenden Wegen zur Beschäftigung in der Landwirtschaft zurückgekehrt sind: 1. Durch die Hilfe des Staate« oder philanthropischer Gesellschaften, welche unbemittelten Juden Land oder Inventar oder Geldmittel zur Verfügung stellten und ihnen dadurch Vorteile boten, weiche sie auf privatwirtschaftlichem Wege nicht hätten erhalten können; auf diesem Wege entstanden die jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen in Russland, Argentinien und die Kolonien des Baron Rothschild in Palästina ("staatliche oder philanthropische Ansiedlung). 2. Aus privatwirtschaftlichen Erwägungen dort, wo der landwirtschaftliche Grossbetrieb als eine sichere Kapitalsanlage erschien und billige Arbeitskräfte für eine profitable Bewirtschaftung zur Verfügung standen. Für diese Kapitalisten war der landwirtschaftliche Betrieb nicht ein dauernder Beruf, sondern eine Kapitalsanlage, nicht sehr verschieden von einer Fabrik oder einem Handelsunternehmen. In diese Kategorie gehören z. B. die jüdischen Zuckerpflanzer in Mittel- und Südamerika im 17. Jahrhundert und die jüdischen Grosagnmdbesitzer in Ungarn, der Slowakei usw., teilweise auch die Besitzer grosser Orangenpflanzungen in Palästina (kapitalistische oder Plantatoren-Ansiedlung). 3. Zwecks Belieferung jüdischer Kunden in > im-r ir.ihen Stadt haben sich Juden mit eigenen kleinen Mitteln denjenigen Zweigen der Landwirtschaft zugewandt, die einen direkten Verkauf an Konsumenten ermöglichten, wie z. B. der Erzeugung von Milch. Butter, Käse, Gemüse, Obst. Trauben, Eiern, Geflügel, Blumen, Tabak. Hierhin gehören die meisten jüdischen Landwirte am Stadtrande oder in der Nähe der Grosatädte in den Vereinigten Staaten, in Polen und Rumänien. Sie vermeiden durch ihre Spezialisierung die aussichtslose Konkurrenz mit den christlichen Bauern und nehmen zu einem grossen Teil den Gewinn, den sonst der Zwischenhändler macht, für sich ein. (Halbkommerzielle oder halbstädtische Ansiedlung.) 4. Aus Zwang: Die AnsiecÜung in Russland unter Nikolaus I. (Zwangskolonisation.) 5. Aus nationalen Grüuden, teilweise gefördert durch philanthropische oder nationale Gesellschaften: Mittelstands- und Arbeitersiedlung in Palästina. (Nationale Ansiedlung.) Die Bestrebungen zur Überführung der Juden in die Landwirtschaft waren in den zwei Jahrzehnten vor dem Weltkriege in 6.?n Hintergrund getreten. In Mittel- und Westeuropa und in den überseeischen Ländern konnten die Juden infolge der wirtschaftlichen Prosperität ohne grosse Schwierigkeit in ihren traditionellen Berufen Fuss fassen; in Osteuropa waren der Mangel an Boden und die schlechte Lage der Landwirtschaft Hindernisse für den Übergang zur Landwirtschaft. Erst seit dem Beginn der Auswanderung der Juden aus Deutschland unter dem nationalsozialistischen Regime haben die Bestrebungen wieder erhöhte Bedeutung gewonnen. Die Regierungen mancher Länder sind bereit, jüdisch« Einwanderer zuzulassen, aber nur wenn sie zur Landwirtschaft übergehen. Diese Forderung stösst auf folgende Schwierigkeiten: 1. Mangel an landwirtschaftlicher Vorbildung bei den Juden; 2. Höhe der erforderlichen Mittel; 3. lange Dauer der Anlaufszeit der landwirtschaftlichen Kolonisation in einem neuen Lande. Viele Misset ftdge in den bisherigen Bestrebungen zur lancrvirtKchaftlichen Ansiedlung von Juden sind darauf zurückzuführen, dass städtische Juden ohen jede landwirtschaftliche Vorbildung angesiedelt wurden und dann in ihren Betrieben schwere und kostspielige Fehler begingen oder sich überhaupt als ■ ungeeignet für landwirtr.fhaftliehe Arbeit erwiesen. Will man diese Fehler und ivn Prozentsatz der "faüures" verringern, so müssen die .insiedk-r vorher entweder als Arbeiter in landwirtschaftliehen Betrieben oder in einer landwirtschaftlichen ftchule ein Training erhalten und die nicht Geeigneten ausgemerzt werden. Bisher stehen diesn Aushildungsmögüchkciten nur spärlich zur Verfügung. Die jüdischen landwirtschaftlichen Schulen in Palästina, von denen diejenige in Mikwe Israel bereits 1870 durch Char-; les Netter im Auftrage der Alliance Israelite Universelle gegründet wunX?. können etwa 1000 Knaben und Mädchen'?, und die übrigen jüdischen landwirtschaftlichen j Schulen der Welt einige hundert Schüler aufnehmen. | Arbeitsplätze in landwirtschaftlichen Betrieben gibt es in! Palastina für einige tausend. In den europäischen Landern (besonders in Dänemark. Frankreich, Holland, Schweden) ist es der Gesellschaft „Hechaluz" und anderen, hv landwirtschaftlicher Ausbildung interessierten Steilen gelungen, ebenfalls für etwa tausend junge Leute Arbeitsplatz*» in landwirtschaftlichen Betrieben zu beschaffen. Aber wenn der Übergang der Juden zur Landwirtschaft wirklich zu einer Berufsumschichtung grossen Stils und zur Erschliessung grosser Einwanderungsmöglichkeiten führen soll, so muss die Gelegenheit zu landschaftlicher Ausbildung erheblich erweitert werden Da die Auswanderung ans Deutschland unter dem Druck der Regierung einen fluchtartigen Charakter hat, bleibt zu einer gründliehen zweijährigen landwirtschaftlichen Ausbildung keine Zeit. Ausserdem haben viele Auswanderer das Alter, bis zu dem eine Umstellung zur Landwirtschaft noch Erfolg verspricht, bereits überschritten. Diese Auswanderung muss deshalb in erster Linie als eine Rettungsaktion betrachtet werden; die Auswanderer müssen dahin gehen, wos sie irgend- , welche Existenzaussichten haben; die an sich erwünschte | Umschichtung zur Landwirtschaft kann bei ihnen nur j | eine sekundäre Rolle spielen. j ' Zur landwirtschaftlichen Ansiedlung sind in den' j meisten Ländern etwa 1000 Pfund pro Familie notwendig. | Der Jude, der noch 1000 Pfund besitzt, wird in der Regel mit diesem Kapital sich in einem leichteren und ihm i bekannteren Beruf eine Existenz schaffen können und j wird nicht freiwillig die Landwirtschaft wählen. Nur in ■ Palästina haben Juden aus Deutsehland in d.?r Zeit von i 193'* bis 1938 dies getan. In allen Ländern, in denen die I Regierungen eine Zurückfübrung von Städtern zur Land-; Wirtschaft angestrebt haben, waren diese Bestrebungen j regelmässig mit einer Staatshilfe verbunden. Der Staat! steHte den Siedlern Land und zum mindesten einen Teil! d^r zum Aufbau der Wirtschaft erforderlichen Mittel 211 sehr günstigen Bedingungen leihweise zur Verfügung, j Auch bei den Juden ist die landwirtschaftliche Ansied-; lung davon abhängig) dass ein grosser Teil der dafür ' erforderlichen Summe aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gesteilt wird. Wenn bei dieser Aufgabe nicht auch die Einwanderungsländer mitwirken, sondern die Last ausschliesslich auf jüdische philanthropische Gesellschaften gelegt wird, die in dieser Zeit mehr als je mit Hilfegesuchen von Flüchtlingen überschüttet werden, so ist nicht abzusehen, wie die gewaltigen Summen aufge-; bracht werden können, die für eine Massensiediung in l der Landwirtschaft notwendig sind. Die Unzulänglichkeit d?r Mittel wird eine solche Ansiedlung nur in einem kleinen Masse erlauben. Ausserdem lässt die Notwendigkeit, möglichst vielen Juden zu helfen, die besonders kostspielige landwirtschaftliche Kolonisation nur gerechtfertigt erscheinen, wenn Aussicht besteht, dass die Kolonisation eine grosse städtische Einwanderung im Gefolge haben wird. Eine weitere Schwierigkeit ist die Länge der Anlauft- \ zeit. Eine Kolonisation van Städtern in einem neuen Land.-, die auf Grund theoretischer Pläne sofort in grossem Umfange begonnen wird und sich nicht die Zeit nimmt, erst aus der Wirklichkeit zu lernen, ist fast regelmässig gescheitert oder hat im Verhältnis zu den aufgewandten Mitteln nur zwerghafte Resultate erzielt. landwirtschaftliche Kolonisation muss aus kleinen Anfängen organisch heruuawachscn, wenn sie lebensfähig sein soll.: Je grösser die schon vorhandene jüdische Ansiedlung In einem Lande ist, um so leichter kann das Land neue landwirtschaftliche Siedler aufnehmen. Palästina, das im Jahre 1933 bereits eine zahlreiche jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung hatte und zu einem bestimmten System in der landwirtschaftlichen Ansiedlung gelangt war, hat etwa 10 000 Juden au» Deutschland in der I^andwirtsehaft unterbringen können. Die ICA hat in Argentinien bis End.» 1938 300 deutsche Familien (meistens in der Kolonie Avigdor) angesiedelt. Die von der britischen Regierung vorgeschlagene Ansiedlung in 'dtmya sieht vorläufig nur die Ansiedlung von 30 Famüiert vor. In Holländisch '> Palanttna 1*1 da« einzig« Land, in dem besondere jüdisch« tandwirtächafHiebe Schulen unj Ausbildungsformen für Mäcich«o <m«i*t unterhalten vo« df? Woeoen s International Zieni*t. Organization) bestehen. (inaynna hat die Regierung der Ansiedlung von 100 jüdischen Familien aus Deutschland zugestimmt. Die von der polnischen Regierung in) Jahre 1W7 entsandte Sachverständigenkommission nach Mudaqnskar hat über die dortigen AnHiedlungsm:>glichkeiten keinen j günstigen Bericht geliefert. Ebenso ist in den vielen analeren für landwirtschaftliche' Ansiedlung vorgewchlagci nen Landern t HritishGuayana, Hritish Columbia, Sun i Domingo, f,owrr California. Tangangika, Northern Rho* idesia, Ahcssunitn, Australien) noch kein praktischer Schritt in dieser Richtung erfolgt. ' Der unbestreitbare Vorsprting der landwirtschaftlichen Ansiedlung in Palästina nach i.'vnv.Welt kriege gegenüber der Ansiedlung in anderen LiimWn b<*s*f<M auf. dn>i Gründen; 1. dass die Kandidaten nach ihrer körperlichen Eig-! nung a u s g e s u c h t werden (Princip of SehrtionV;! 2. dass sie vor ihr Ansiedlung ein mlnc^stenfl zwei-! jivhrigr« Training durchmachen müssen; 3. dass Palästina als das nationale jüdische Heim in dem Siedler seelische Kräfte weckt, die ihm das Ausharren auf der Scholle trotz aller Schwierigkeiten erleichtern. Von diesen Faktoren können der erstte und;.,yeite auch in nm^ren Ländern angewendet werden: der dritte Faktor aber ist eben nur In Erez Isrp.el wirksam und recht- ,..t; .,,!fl f|?|f p,m|.virtsehafrHehe Kolonisation -«-" richteten Energien -soweit :-nfs möglich auf dieses Land zu lenken. .„ ___ Das palästinensische Hilfswerk faf die deutschen Juden AI« vor etwa rim m .bihre Uder du .huhm Oesterreich* ■Jlo .Katastrophe hereinbrach, setxte der palästlnensiseho Jlschtiw sofort alle Kraft «In, urrTzur KetUmg beUutragen, Es;;ab In rlen folgenoVrt Monaten niemanden, der Verwandte otier Freunde |n Oesterreich hatte und der sieh nicht am di<? itr- \nr\K\mn von Zertifikaten bemühte. Den grr>».str-n Ansturm hatten neben den offiziellen Stellen h«.»Kreiflie.herwelse die Onranlaat.ionen zu bewältigen, die för die in Frage »lehernle* Einwanderer«ehieht zuatanriiK waren: die „Hitaehduth Olef ttcrmanla", die «ich in eine „MUuchduth Olej Gcrfnnnifi we-Auntria" verwandelte und die .«wlb.«ilandig arbeitende „Hitaehduth Olej Austritt", die entsprecberid der bisherigen geringen Mitjrlledenüihl . bin dahin ein kaum beachtetes Dasein geführt hatte und pUibdieb ein »ladt fremiontrMoa Büro wurde. Mit Ausnahme von Tel-Aviv .ichloa« sich die ..HiUehdiit.h Olej Austrin" der Hitaehduth Olej Cermanla wi'-Austria" Irn ganzen Lande an in der Erkenntnis, da.is eine iuitche Zentralisierung _wesentliche Vorteile mit »Ich bringe. Nur In Tel-Aviv kam o,h zu einer Bpnltung, d. h. e» blieb ein« aelbstftndlsre HOA bestehen. Da» hinderte jedoch nicht, da** man .nVh Im Körbst de» vergangenen Jahres zum Aufbau eines Hiifswerloi zusammenfftad, in da.«j heitiv Gruppen Ihr» Vertreter delegierten. Entscheidend für die Gründung einer «elb«tändiKcn Institution war forner, dua» die geplante Aktion nicht nur von den inj Lande bereits ansänatKen deutschen und «isterrelchl- «chen Oiirn, vielmehr vom gesamten Jfnchuw getragen werden musiHe, wim ttuanerllch durch die Vertretung aller Krei.ie im Treuhänder-Komitee «um Ausdruck kam. „AnuXonunu der In Oesterreich Gefnnt/enen" war da» Motto, unter dem dfui Hilfswerk «einen Drive begann, und nach den November-Erelgnl»*en in Deutschland wurde dieser Tlte! erweiter«, zu ..Pidjon Hchwulc) Austritt «m Germania". Am 1. Februar diese« Jahre« übernahm der Wwul Lnumi, dl* offiziell« Vertretung de» palil*iUnom«i»ehen Judentum«, dl* weitere fJetreuunjc den ..fHdjon" de.»r bia zu dle^.#m Datum — bereit« beuchtllche Erfolge äts ver/.elch»?n hatte. Der „Pidjon Sch'wujej Auntrla we Oerrhsnia" erstrebt im wesentlichen die Herbeisehaffunpf der Mitte! fiUr die fjrfiülun<f sxceier Aufttahrn- Rettung unterer Kinder uni Hilfe für den Nowinwandcrvr, (Jeher das. was bis jetzt, «seldntet wijrd* und über das riesige Ausmasji dwmn, wa» noch zu lei.ttt.ui Mein wird, orientierte u.a. ein Bericht, den Dr. Abraham Kazcnelsoh vorn Waad Leu ml bei tiln«r Tel-Aviver F'rc*a«konfercn* ubjfab. bei der auch Bürgermeister Rokurh, Dr. Arnn Harth und Frau Dr. Ifoffart, die Leiterin der „K«ra BorAMlh de» VVaad Leumi", der Fürsorge für die Efnwattdtrrer aua deutach- «praehigen lindern, das Wort ergriffen. f)#mnach itind in H«antwortunK der Aufruf* de* „Pidjon" und der von freiwilligen Helfern g*rübrt»n Unterhandlungen vom November vorigen Jahr»» bis Ende Januar diesen Jahre* von palÄütlnen- Hi*ch*n Familien in Htadt und Uxnti, die bereit »Ind. ohn» jeden Zu.hcIiu«» Kinder bei sich aufzunehmen und für;de zu sorgen. Klntragum<»jn für insuce-iamt 5000 freie riatze erfolgt In 3GÖ0 Faiien handelt *» »Ith dabei um Kinder, die voa hietigen Verwandten namentlich angefordert wurden. Erwihnsn.iwert l»t, da*« 73 Prozent der aufnahmebereiten Esmllien ehemal* *elb*t aus Deut*chl««d eingewandert »Ind Mehrere hundert Kinder leben gegenwärtig in Deulachi«nd in derart besonder» traf{tschen, Krau»arnen und iebe«*- bedrofienden Verhü.'tn!*3en. da*« wir für ihre beachleunljfte Rettung unbedingt sorgen müanen. K* besteht dl« ziemliche Gewißheit, für den ersten Teil dieser fiondergruppe bereits in den allernach*ten Wochen 100 hin 130 Z*rufik*te zu «dangen. Ds für d!e*e Kinder bis heut« jedoch keine Einschreibungen von selten aumahmebereit«r Kamillen vorliegen, müi*«n mit allergrößter Schnelligk«it ,.P»t«n*chaft«n" übernommen werden, die in Höh» von MM Pfund dl« Versorgung eine» Klnd«s für den Zeitraum vo» zw«i Jahren »ichersteüen Kaum geringer sind die Anforderungen, die zur Erfüllung der zweit«? . Aufgabe des <,Pidioft',, Hilfe für den Se.ueimmn^ derer, ge*t*Ht werden. Die Bean»pruchung des Tel-Avivw Büro« der „E»ra Soztaitth" •- begreifheherweia« i*t Tel-Avl» das Hamrneib*cken wächwt von Woche zu Woche, In Anbetracht de* rietigen, hier nur flüchtig *kizsi«rUA Au/gab«nkr«i*«« de* „Pidjon Sch'wujim", e< fcheint di« Summ* von zirka 1A0O0 Pfund g*rmg, di« Ms beut« ai* Ergebnis dt* Dt Im g«««ichn«t — und tehwei*« b*r«it* eingegangen — t*t.