Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1939-03-20 · 2 (20.3.1939) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
2 (20.3.1939)
Date
1939-03-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2424658-2424659-2424661--030-2424776
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

Gelte 4 .TÜDTSCHE WEIT-RUNDSCWAÜ Nr. 7t, WOCHE DER ERWARTUNG UND SPANNUNG Tel- A vi v, M Mar:. Vor radikalen ÄtioVrtingcn? Die beschichte Palästina* ist in den letzten Jahren iibrr- VOlI gewesen von M'nsationellen Ereignissen, von dramatischen Wendungen und den verschiedensten politischen Lösungsvorschlägen. Vielleicht noch niemnls aber war das jüdische Publikum ..o Ktnrk vom Ablauf der politischen Ereignisse aufgewühlt wie in den letzten zehn Tagen. Einen Moment schien I unter 7wd Arbeiter von TirRl Zwi, r,wcS ^„endliche Arbeiter von versäumen, »ich die»« schicksalsschweren Fragen iu Mellen, denn wenn überhaupt irgendweiche positiven Ergebnisse au» den Londoner Verhandlungen herauskommen sollen so ist vielleicht da* wichtigste eine Befriedung de« Landen . | Ein mit dem Tenor Z!i.samm»nhan(fpn(i« Ereignis frei in seiner grossen Majorität diene Methoden m i s s b I11 i g t, j noch in diesem Zusammenhange vermerkt In Tel-Aviv wurde und es wurde von neuem still Dagegen geht der Trrror vom; vor einigen Tagen ein Araber erschossen. Die oral tischet Seile nnvr ritnihrt weiter und er richtet »ich noch I Militärbehörden sperrten darauf für mehr als einen halben immer nicht nur gegen Engländer und Juden ..... das wäre; Tag die Ausfahrt aus der Stadt und der Verkehr »us Tel-Aviv verständlich, weil man sich vielleicht eine Einschüchterung nach Haifa erlitt erhebliche Hindernisse. E» int da» diu* der Londoner Konferenz davon versprüh'. sondern auch i rrste Mal. das* die«« Art des Sperrverbote» sich gegen gegen die eigenen Volksgenossen. Auf jüdischer Seite sind | die Juden richtet. Die Folgen einer sinnlosen Tat waren zwar n dieser Woche eine ganite Reihe von Opfern zu beklagen, dari diese* Mal nicht irreparabel, aber sie sollten als Stoff zum i wlire in I<ondon ein Besch Iu&h gefasst worden, der. die Araber als die unmittelbar bevorstehende Sclbstrcgierung begrüssten. die Juden nls die ..Liquidation der Politik des Nntionalheims" auffassen. In die arabischen Stationen fuhren die Elsrnhahnzüge mit Flaggen und Giiirlandcn geschmückt •in. Es fällt nicht schwer, «ich vorzustellen, wie diese Fahnen In den kleinen arabischen Städten, die geschmückten Züge, die Feststimmung auf die Jüdischen Hiedlrr wirkten, für die diese Freude dar* erste Anzeichen der politischen Neuigkeiten wir. Man musste einige Tage hindurch allen Ernstes annehmen, da«s England unter dem Druck der internationalen Verhältnisse und des arabischen Terror* eine radikale Schwenkung vorgenommen hätte und eine unerträgliche Besehneidung der jüdischen Lebensmöglichkeiten in Palästina beschlossene Sache sei. Widersprechende Bericht« Nach einigen Tagen begann sich das Bild etwas zu ändern und man konnte In der Stimmung der Öffentlichkeit in Palästina deutlich spüren, wie sich die Betrachtung der Situation von Telegramm zu Telegramm verschob. Bei der Erklärung des Kolonialsekrctärs im Unterhaus, da«s die Berichte „ungenau" seien und die Regierung ihre Politik noch genau formulieren werde, horchten sowohl Juden wie Araber Wieder gspannt auf. Die Sicherheit und die Feststimmung der Araber flaute ab; die Juden, obwohl keineswegs beruhigt, begannen eine neue Überprüfung der Nachrichten, und die Diskussion über eventuelle Abänderungsvorschläge und mögliche Auswege aus einer unhaltbar scheinenden Situation setzte von neuem ein. Diese Stimmung des aufmerksamen Abwarten s hat bisher angehalten, und die Erwartung ballt »ich gerade in diesen Tagen üusammtn, weil für übermorgen die Erklärung d«r Regierung in London erwartet wird. Tn den ersten Tagen nach den Berichten, die die gros*« Aufregung unter den Juden hervorriefen, wurde fast durchweg von der bevorstehenden Errichtung des „arabischen Staates" gesprochen. Unterdessen hat sich sowohl der Ton der Diskussion als auch die Terminologie merklich geändert. Die in ■Jerusalem erscheinende „Palestine Review" weist in Ihrer letzton Nummer darauf hin. das» nicht von „arabischen", sondern von einem „txilästinensischen' Alonim u.a. Aber auch der rnnere arabische Terror hat keineswegs nachgelassen. Während in London die Fraktion des Mufti und der Naschasrhibf« einträchtig wenigstens nach aussen hin — den. Engländern und Juden gegenübersitzen, herrscht im Lande weiterhin Angst und Panik, wird ein junges Mitglied der Na»chas<hibi« niedergestreckt, wird da« Haus der Dajani» bedroht. Es ist schwierig zu verstehen, wim sich die Terroristen heute noch von diesen Methoden versprühen, es sei denn, das* sie ein gewisses Nachgeben der Konferenzteilnehmer befürchten und da« verhindern wollen. Oder ist der Terror derartig zu einer Gewohnheit geworden, dass er geradezu aus Trägheit weiterläuft? Man soll nicht Nachdenken dienen. Die jüdische Wirtschaft ist viel moderner, viel komplizierter daher auch viel verwundbarer als die arabische. Diese wurde durch die Entwicklung der letzten Jahre auf einen primitiven Standard zurückgeworfen, ihr Transport gelegentlich ganz unterbunden. Die jüdische Wirtschaft hat sich trotz aller Schwierigkeiten, die ihr die Araber in den Weg zu legen suchten, gerade deshalb gehalten, uxit dir Juden trotz Gefahr und trotz Komplikationen die Räder mal* zum Stillstand kommen Kenten. Man «oll — der Fall von Tel-Aviv beweist e« — mit einer Aenderung dieser Pohtik »ehr vorsichtig »ein. Ein unbesonnener Akt kann unter den im Lande bestehenden Regulationen schwere und rietleicht unübersehbare Folgen haben. O. L. i.B. nein Staat die Rede ist und das» dieser Staat ohne die Kooperation der Juden weder zu errichten, noch aufrechtzuerhalten ist. Das Blatt bringt von neuem als einzige unter den bestehenden Umstünden mögliche Losung die Idee der „Non-domination" — nicht beherrschen und nicht beherrscht werden — und behandelt die verschiedenen in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen konstitutionellen Formen. Aber alle diese Vorschläge und Diskussionen crmangeln wenige Tage vor der Regierungserklärung noch der detaillierten Unterlagen. Oer Alltag Unterdessen geht trotz aller Aufregungen und nicht endenwoilenden politischen Diskussionen das alltägliche Leben weiter. Der Jischuw hat als erste Reaktion seinen Willen bekundet, um die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zu kämpfen. Er hat zu diesem Zwecke die Vertretung der palästinensischen Judcnhcit den Waad Leu ml. beauftragt, Vorbereitungen für dienen Kamp/ zu treffe». Vor allem ist eine Erweiterung der Leitung dieser Institution vorgesehen, die die Vertretung aller Elemente der palästinensischen Judcnheit sichern und damit den Im Waad Leuml gefnssten Beschlüssen volle Autorität verschaffen s>oll Hierbei haben wir es nicht mit irgend einer parlamentarischen Korrektur zu tun, sondern mit einer Massnahme, die vielfach <\Vs übrrnm dringend empfunden wird, Der Waad Leumi in seiner jetztigen Zusammenstellung int vor ungefähr acht Jahren gewählt worden. Seitdem sind Hunderttausende von Juden nach Palästina eingewandert, die also in dieser leitenden Institution nicht vertreten sind. Vor den Unruhen hatte man die Wühlen hinausgezögert, während der Unruhen schien die Zeit für den Wahlakt nicht geeignet. JeUt will man diesen allgemein unbehaglich empfundenen Zustand dadurch bessern, das* man wenigstens Vertreter ungenügend vertretener Gruppen in die Leitung kooptiert, bi» »ich die Möglichkeit von Neuwahlen bietet. In heutiger Zeit, wo von der Autorität der nationalen Instanzen ausserordentlich viel abhängt, sind derartige Ergänzungen unter Umständen von grosser Wichtigkeit, Die positivste Erscheinung der letzten Wochen ist vor Allem in der unauffälligen Weiterfnhrung der verschieden- I artigen täglichen Geschäft,* zu erblicken. Keinen Augenblick j hat sich der Jischuw trotz aller Aufregung von seiner norj malen Arbeit abbringen lassen. Auf dem Lande und in der j Stadt geht das Leben seinen normaler. Weg weiter - so norj mal, wie es in den letzten unruhigen drei Jähren eben möglich j„{ Freilich ist die wirtschaftliche Initiative gerade in den letzten Wochen merklich zurückgestaut worden. Wer neue Projekte hat, ist mehr ab je zur Vorsicht geneigt. Man wartet ...... wie lange schon! eine Klärung des politischen Horizontes ab. bevor man über neue Investitionen be- SchliesM. Itaifa 1939 von Dr. Albert Baer In der Serie unserer Palästina-Uebersichten bringen wir nachstehend eine Darstellung de« gegenwärtigen Stande» der Entwicklung der Stadt Haifa. — Red. Die Öl-Raffinerie Im Laufe der letzten Zeit hat die Stadt Haifa nur an j einer Stelle ihr Aussehen wesentlich und auffallend verändert, nämlich im Emek Sebulon, an der Strasse Hai fa- Beyruth, wo am Ufer des Kischon (dem „Urzeit-Bach" dea Debortih-Licdes) die Irak Petrol Co. auf einem Gelände von 1450 Dunani die Raffinerie baut durch eine Gesellschaft, die offiziell Oonsolid.it«rd Refincries Comp. Ltd. genannt wird. Wer al« Bewohner de» Emek SebuJon täglich an dieser Stelle vorbeikommt, den Kishon auf einer primitiven Brücke überschreitend, ist erstaunt über die Schnelligkeit, mit der hier eine Anlage von ganz grossen A u s - massen in kurzer Zeit entsteht, und erhält taglich eine Lehre darüber, was Geld (Investitionskosten über vier Milj Honen Pfund) und die willige Mitarbeit aller Behörden zuwegebringeu können An dieses Unternehmen, da« 2 Millionen Toris Rohöl jährlich verarbeiten »oll ~ das Rohöl, das durch die Rohrleitung der J.P.C. nach Haifa gebracht wird - knüpfen sich die Hoffnungen aller Gruppen der Bevölkerung. Elfhundert Arbeiter (etwa 40% Juden) sind bereits am Werk, und man rechnet mit einem Ansteigen der Zahl auf 3 000 in den nächsten Monaten. Die Bewerbungen auf Bürostellungen gehen in die Hunderte, und wer etwa .schon eine Stelle erhalten hat, gilt als besonderer Glückspilz. Die ausführende amerikanische Firma. W. Kellog u. Co., hat einen grossen Teil der Konstruktionen fertig aus Amerika gebracht und auch geschulte» Personal. Schon laufen die Güterzüge der Eisenbahn bi» an daa Geiände und bringen täglich neues Materini von den Schiffen heran. Nach Vollendung des Werkes ist auch die Grundlage für die Entstehung einer Anzahl von chemischen Industrien gegegeben, jedenfalls wird die Geschichte „Oel" um ein wichtiges Kapitel in Palästina bereichert. Gegenüber diesem stürmischen Fortschritt erscheint die Entwicklung der Stadt In der letzten Zeit langsam. Aber trotz der Unruhen, die sich gerade im abgelaufenen Jahre in Haifa stärker bemerkbar machten, als in den Jahren vorher, ist überall ein Fortschritt zu verzeichnen. Das jüdische, Haifa hat jedenfalls seine Position, trotz Krise und Terror gehalten und weiter ausgebaut, wenn auch gegenüber früheren Jahren in stark verlangsamtem Tempo. Die Stadtverwaltung Haifa« hat demgegenüber verhältnismässig wenige öffentliche Arbeiten durchführen lasaen. Hier ist die Errichtung eine» eigenen Hause« für die) Verwaltung noch immer ein unerfüllter Wunach, weil die» Regierung die Anleihe für den Bau nicht genehmigt hat. Doch hat die Regierung selbst ein grosses im Bau und in der Einrichtung vorbildliche» Krankenhaus Im Jüdischen Wohnviertel, Bsu Galim, nach den Plänen des Architekten Erich Mendelsohn und de« Ing. Dr. Kempinafcl eröffnet. Jüdische Mehrheit 65 000 jüdische Seelen von einer Gesamtbevölkerung von Und weher Terror... Der erste Rückschlag auf du; beunruhigenden Londoner Nachrichten waren mehrere gegen Araber gerichtete Gewaliakte. Diese ersten schlagartig erfolgenden Aktionen sind bisher vereinzelt geblieben. Es war bald klar, dass der Jischuw 117 000 zählt heute Haifa, eine jüdische Majorität ist also vorhanden, wenn auch nicht allein in Haifa-Stadt, so doch in dem Gebiet von Gross -Haifa, das die städtisch besiedelten Teile de« Emek Sebulon eiüsehüesst. Die Bau tätigkeit war erheblich geringer, als in den Jahren vorher, aber weit stärker im jüdischen Sektor al« im arabischen. 80% der Bau-Bewilligungen, sowohl nach Zahl, wie auch ungefähr nach bebauter Fläche, wurden an Juden erteilt. Hadar-Hacarmel, das jüdische Wohngebiet in der Stadt, zeigt in diesem Jahre, wie schon oben gesagt, keine in die Augen fallend« Veränderung. Zwar hat sich im Laufe der letzten Zeit auch dieser Stadtteil, wie in den Vorjahren, an den Abhängen des Carmel weiter hinaufgeschoben, aber die Pläne für neue Viertel wurden nicht ausgeführt. Auch das vielbesprochene (und von der Regierung endgültig genehmigte) grosse Projekt der Verbindung von Hadar-Hacarmel mit dem sogen, „roten" Carmel, dem Plateau, auf dem die Wohnsiedlung Newe Schanan liegt, durch eine ftochhrucke über den trennenden Wadi, ist nicht begonnen, ebensowenig andere öffentliche Bauten, die immer wieder geplant werden. Doch Ist zu erwarten, dass mit der grossen Markthalle demnächst begonnen wird. Immerhin hat der Waad von Hador-Hacarmel auch in j der letzten Zeit viele Verbesserungen und Verschönerungen i el vornehmen lassen. Hier ist der Wille, immer wieder Arbeit im jüdischen Sektor zu beschaffen, um neue Einwanderung zu ermöglichen, die treibende Kraft und es gelingt auch immer wieder durch Zusammenarbeit der verschiedensten Instanzen und Gesellschaften die Arbeit zu finanzieren, sodass die Zahl der Arbeitslosen, trou Krise und Ua* ruhen, in Haifa auf etwa 800-900 gesunken ist. Die Vororte Carmel und Achusa waren in verstärktem Masse bemüht, die Wohnsiedlungen zu einem Kurort auszugestalten. Der Waauj-Hacarmel hat dafür Sorge getragen, dass Promen*den und Alleen angelegt wurden, um weitere Spaziergänge auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen in voller Sicherheil zu ermöglichen. In dem Wadi, an dem die Synagoge und die Biram-Sehnle stehen, hat man mit der Anlage «ine« Botanischen Gartens begonnen. Das Projekt eines grossen Sportplatzes auf einem Areal von 190 Dunum harrt noch der Verwirklichung. Kiriat Chaim t Kiriat Motzkin und Kiriat Bialik, die drei Wohnsiedlungen des Emek Sebulon, sind gewachsen, sie »ind bisher'noch Genossenschaften des Pr i v a t rechts) und sollen jetzt von der Regierung'einen Öffentlichen Statu» erhalten, einen sogen. „Local Council". Schon lange gehen die Heratungen über die Form, die man der Regierung vorschlagen will. Kiriat Chaim ist für einen Zukomme nach lusa der drei Siedlungen und gemeinsame Verwaltung, Kiriat Motzkin hat beschlossen, allein zu bleiben, ebenso Kiriat Bialik (aber nur mit wenigen Stimmen Majorität gegen die Minorität, die ebenfalls den Zusammenschluss wünscht.) An den Rändern dieser Siedlungen bilden sich neu«, die Bayside Co. (eine Tochter-Gesellschaft der Paiestin« Economic Corp.) will anschliessend an Kiriat Chaim eine Siedlung und einen Badestrand am Meer schaffen. Di« Pläne sind fertig, Prospekte nicht gespart, aber nur eine neue Einwanderung wird voraussichtlich dieses Werk tur Ausführung bringen. Kiriat Moukir, ist erweitert durch Kiriat Schmuel. eine Siedlung der Poale Misrachi, und eine Strasse führt von dort bereits zum Meeresstrand. Auf die Einrichtung; eines Badestrandes an dieser besonders schönen Stelle der Bucht hofft das jüdische Emek Sebulon und die Bevölkerung von Haifa schon seit Jahren. Kiriat Bialik ist erweitert durch eine von der Rosco erbaute Siedlung von 25 Häusern und durch eine Hilfswirtschaft'-Siedlung von bisher 15 Häusern die einen besondere interessanten Versuch einer Stadtrandsiedlung darstellt. Hier erhält der Siedler 2 Dun am Boden für Obst-, Gemüse-- und Futier-Bau zur Selbstversorgung und zum Weiterverkauf. (Ein ähnlicher Versuch ist in Kiriat Amal an der Strecke Haifa—Nahalal gemacht worden). Der industrielle Teil des Emek Sebulon, wie überhaupt der jüdischen Industrie Haifas, ist nur gering gewachsen. Shave-Zion und Naharia, die Mittelstands-Siedlungcn an der Bucht nördlich von Akko, haben sich weiter kon*olidiert. In Shave-Zion leben 80-100 Personen, ca. 20 Häuser sind dort gebaut, in Naharia leben »00-1000 Seelen, er. 100 Häuser sind hier errichtet. Naharia liefert heute bereits %S% des gesamten Eier-Umsatzes der Tnuva auf dem Haifacr Markt und einen grossen Teil des Gemüse«. Die Entwicklung des Strandes und einer Industrie dürfte eine weitere Vergrösserung dieser Siedlung mitsichbringen. Wenn! im Lande die Ruhe wiederhergestellt sein wird, werden dies« Orte (ebenso wie das auf dem Carmel gelegene und trota aller Schwierigkeiten nicht aufgegebene Jaarot-Hacarmel mit seinem einzigartigen Waldbestand) die beliebten Ausflugsziele der Juden Haifas. Noch ist es allerdings auch in Haifa keineswegs ungefährlich, sich aui den jüdischen Gebieten oder den stark frequentierten Hauptstrassen der Stadt : Kingsway, Jaffa- Strasse weit zu entfernen, denn immer wieder ereignen sich, trou starker Bewachung, Terror-Akte an den Grenzgebieten. Dem Haifa der Zukunft ist bei geordneten Zuständen •eiterer Aufstieg vorauszusagen. Die Palästina Bild-Beilage kann wegen Versancbcbwierigkeiten erst der Pesaaeh-Nummer beigelegt werden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.