Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 304 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2420973-2421013-2421016--3225-2424639- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
304 Aus Briefen. אלחצאייט geschrieben, u. s. w. — Es war dies ein ״von Hebräisch und Arabisch gemischt geschriebenes Buch". Nur ist mir dieser Adonim b. תכלים der Babylonier ein so sonderbarer Doppelgänger des Dunasch b. Labrat Ha-Levi, zumal wenn man bedenkt, daß das Spanische Librado (alterth. librato), fast das תבלים integer, deckt! sWas D. zuletzt hier bespricht, ist offenbar dieselbe arabische Vorrede, welche Firk. — vgl. oben S. 258 ff. — dem Saad. als Nachwort zum Agron oder vielmehr als Vorrede zum zweiten Theile desselben beilegt, während D. dieselbe einem ganz andern Werke und andern Verfasser zuschreibt. Mir war bei meiner obigen Besprechung D.'s Mittheilung nicht gegenwärtig; doch glaube ich, daß Firk. das Richtige vermuthet, bin aber auch jetzt für meine obige Erklärung der verstrichenen zwanzig Jahre. G.^ Von Hrn. Prof. vr. Chwols on, Petersburg 14. April 1872. Als Ergänzung zu meinem letzten Schreiben (vgl. oben S. 228 G.) erlaube ich mir noch Folgendes hinzuzufügen: Die Inschrift aus Palästina fand man auf einer Grabhöhle auf dem Oelberge bei Jerusalem an einer Stelle, welche ״Kleingaliläa" genannt wird. Ob diese Stelle überhaupt so genannt wird, oder ob blos die Russen diese Stelle so benennen, weiß ich nicht. Der Stein mit der Inschrift befindet sich jetzt in den Händen eines russischen Geistlichen in Jerusalem und es ist möglich, daß wir hier den Stein für das asiatische Museum erwerben werden. Ich setze voraus, daß Sie kein übermäßiges Vertrauen zu der Entzifferung der assyr. Keilschriften besitzen; jedoch wäre ich der Meinung, daß man auch kein übermäßiges Mißtrauen zu derselben hegen darf. Von diesem Grundsätze ausgehend, möchte ich Sie auf zwei Arbeiten aufmerksam machen, nämlich Oppert, Mem. sur 168 rapports de l’ßgypte et de l’Assyrie dans rantiquite, in den Mem. presentes par divers sav. der franz. Acad. 1. Serie, t. VIII. 1869, p. 523 ff. und dann George Smith, History of Assurbanipal (Enkel v. Sanherib), Lond. 1871. — Eine Menge früher unverständliche Stellen in den Propheten und namentlich in Jes. sind mir durch diese Nachrichten klar geworden und dieselben werfen ein Licht auf die politische Bedeutung Palästinas und auf die Stellung des winzigen israel. Völkchens zwischen den vorderasia-