Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Umschau 277 zeichnet H. J., welcher einen Bericht giebt über ״Ausgrabungen zur Aufsuchung von Alterthümern in Moab, welche unter den Auspicien Shapira's ausgeführt werden" und welche ״sich als erstaunlich erfolgreich erwiesen haben." Gestatten Siemir die Warnung zu wiederholen, welche ich in einer der jüngsten Nummern der Academy ausgesprochen. Vor einigen Wochen ist mir im British Museum die Abzeichnung der Spitze einer Säule gezeigt worden, welche von Shapira nach der Heimath gesandt worden. Darauf waren Figuren von Thieren und eine Inschrift, theils in phönizischen und theils in nabatäischen Schriftzügen. Die Autoritäten des Museums sind sehr wenig zweifelhaft darüber, daß das Ganze eine Fälschung ist. Daß Graf Vogüe sich eine schöne phönizische Inschrift von 15 Zeilen gesichert, welche in Beirut aufgegraben worden, ist ein Gegenstand, über den man sich beglückwünschen darf. 6. Eine Versabtheilungsvariante im Thalmud. Josua 13, 3 ist die Rede von den bekannten Gebieten der fünf philistäischen Fürsten, die aufgezählt werden, zum Schlüsse aber steht noch והערים; mit ihnen würden es sechs Gebiete sein. Das war bereits der Gemara Chullin 60 b auffallend, und neben einem andern ungenügenden Erklärungsversuche wird dann die Ansicht Rab's angeführt, welche auch von einer Baraitha unterstützt wird, die Äwim seien von Theman gekommen, d. h., wie die Thoßafoth schon richtig erkennen, das Wort רהעוים gehöre zum folgenden Verse, welcher mit dem Worte התימן beginnt. Auf diese Stelle weist nun Hr. Rabb. Brann in Schneidemühl in einem jüdischen Blatte — das ich durch seine Freundlichkeit erhalten — neuerdings hin und macht darauf aufmerksam, daß, während 70 und Thargum unserer Versabtheilung zustimmen, die Vulgata, die von der Baraitha empfohlene wiedergiebt, indem sie V. 4 beginnt: Ad meridiem vero sunt Hevaei. Der Syrer steht gewissermaßen in der Mitte; er verbindet zwar diese beiden bei uns durch die Verstheilung getrennten Worte, Zieht sie aber zu V. 3. — Hr. B. nimmt nun an, und Wohl mit Recht, die Vulgata gebe die Auffassung des Hieronymus, der wiederum seinerseits von seinen jüdischen Lehren so empfangen habe (oder auch etwa Aquila oder Symmachus darin gefolgt sein kann). Hr. B. glaubt ferner, die