Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 276 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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276 Umschau. 5. Inschriftenfälschung in Jerusalem und Zan'a .(:צכעא) lieber das Fabriciren von Inschriften, worüber oben S. 213 ff. nach einem Berichte des Hrn. Dr. So ein Mittheilung gemacht worden, schreibt Hr. Dr. Wm. Wright in Cambridge an die Academy (Nr. vom 15. Juli): ״Vor wenigen Wochen habe ich einen Abdruck gesehen, der scheinbar von einer Inschrift von 21 Zeilen gemacht worden. Der Abdruck war von einem Briefe begleitet, welcher einige Einzelheiten angab über die Auffindung dieser Inschrift u. s. w., und von zwei oder drei kleinen Stückchen des Steines, auf welchem sich diese Inschrift befinden soll ... Gleichzeitig war die Copie einer andern Inschrift, theils in phönicischen, theils in nabatäischen Schriftzügen. Beide Inschriften sind aller Wahrscheinlichkeit nach Fälschungen. Der Schreiber des Briefes, welcher an einen hervorragenden britischen Edelmann gerichtet war, war — Shapira aus Jerusalem. Möchte doch Hr. Ganneau veröffentlichen, was er über diese Gegenstände in Erfahrung zu bringen im Stande ist. ״In Betreff der himiaritischen Inschriften, so find manche der Tafeln (tablets), die uns jetzt von Aden zukommen, Fälschungen. Solche können z. B., wie ich glaube, in dem Museum der königl. asiatischen Gesellschaft gesehen werden. Der Betrüger ist hierbei ein jüdischer Kupferschmied zu Zan'a, dem der bekannte Reisende, I. Halevy, thörichterweise einige der von ihm gemachten Copien von Inschriften mitgetheilt hat. Das Verfahren, welches derselbe anwendet, ist, wie mir Hr. v. Maltzan angiebt, sehr einfach. Eine von Halevy's größeren Inschriften ist durch querlaufende (traverse) Zeilen in vier getheilt und gab Stoff für vier Täfelchen, deren jedes in Aden zwei oder drei Pfund gilt. Himiarische Siegel und andere Artikel kommen dort gleichfalls auf den Markt." ״Mögen Reisende und Sammler daher sehr vorsichtig sein und jede aus Palästina und Südarabien kommende Antike mit Mißtrauen betrachten!" 19. Juli. Die Academy vom 15. August enthält ferner folgende Zuschritt Wright's vom 10. aus Cambridge: ״In dem Athenäum von heute ist ein Brief, datirt Jerusalem 24. Juli und unter-