Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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III. Saad.'s Vorrede zu Galuj. 265 einem karäischen Schriftsteller an, dessen Worte lauten 1)r ״Wisse, daß das Schulhaupt (der gewöhnliche Name für Saadias) in der Schrift, welche er in Betreff der Ereignisse seiner Zeit (לבלא כאך פי איאנלד) angefertigt, und die er Sefer ha-galuj genannt, sagt, die Väter hätten mit der Sammlung der Mischnah von vierzig Jahren an, die seit der Errichtung des zweiten Tempels vorübergegangen, begonnen, bis 150 nach der Zerstörung, das beträgt 510 Jahre. Die Sammler bilden elf Geschlechter, das der Männer der großen Synagoge, Simones des Gerechten, des Antigonos, Joße's ben Joeser und Joße's ben Jochanan, Josua's ben Perachiah und Nitthai's des Arbeliten, Juda's ben Tabbai und Simon's ben Schetach, Schemajah's und Abtalion's, Hillel's und Schammai's, Jochanan's ben Sakkhai, Elieser's und Josua's und Gamaliel's und Tarfon's und Akiba's, Simones ben Gamaliel, das des Rabbenu hakadosch." Juda, eben der zuletzt genannte heilige Lehrer, wird Wohl in diesen Geschlechtern nicht mitgezählt, da es sonst zwölf wären. Die Zeitangabe scheint an einem kleinen Jrrthume zu leiden. Die Zahl 150 nach der Zerstörung, also 218 der christl. Aera, stimmt Wohl mit der gewöhnlichen Angabe von 530 der Seleueiden — und es ist für die Richtigkeit dieser Angabe hiermit ein neuer Beleg aus alter Zeit gefunden. Aber mit der sonstigen jüdischen Zeitrechnung stimmen die 510 Jahre nicht, welche von 40 nach Errichtung des zweiten Tempels verflössen sein sollen, da angenommen wird, derselbe habe 420 Jahre gestanden, so daß für ihn noch 380 Jahre blieben, und dazu 150 nach der Zerstörung die Summe von 530 Jahren ergeben. Außer dieser Mittheilung über die Vorreden zu den zwei Büchern erfahren wir von Hrn. F. noch, daß er Anderes von Saadias handschriftlich besitzt, das gleichfalls von nicht geringem Interesse ist. 1. Seine Hilchoth Schechitah in zwei Exemplaren, 2. seinen Psalmen-Commentar gleichfalls in zwei Exemplaren, endlich 3., was das Wichtigste, ein Fragment seines Pentateuch-Commentars, und zwar zu den Paraschen 'Ekeb, Khi theze und Haasinu. *) Die Stelle ist bei F. arabisch mitgetheilt; da sie sehr einfach ist, habe ich sie blos übersetzt wiedergegeben.