Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 4 (1872) · p. Seite 262

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 262 (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2420973-2421013-2421016--3183-2424597
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

262 III. Saad.'s Vorrede zu Agron. diesen Dichter und zwar ihn allein nennt bekanntlich Saadias in seiner hdschftlichen Gebeteordnung. 2. Janai, 3. dessen Schüler Elasar Ha-Kalir — den S. auch in seinem Kommentar zu Jezirah anführt —, 4. Josua. An Josua ben Korchah mit F. zu denken, ist abenteuerlich. Zunz (Literaturgeschichte S. 459 f.) nennt ״einen älteren Poeten" dieses Namens, ״dessen Maarib für den 7. Pesach in dem röm. und romanischen Ritus üblich" ist. ״Der Name ist zweimal gezeichnet. In einem Machsor vom I. 1441 wird dasselbe für eine Arbeit von Rab und Samuel ausgegeben; der ältere Turiner cod. 29 hat die Ueberschrift בלעריב דר' יזלוטוע." Wenn Z. diesen Poeten in die Periode zwischen 1140—1300 setzt, so ist Dies Wohl blos ConjecLur, und er könnte umsomehr der vorsaadianischen Zeit angehören, als man sich berechtigt glaubte, sein Werk den Gründern der babylonischen Halachah beizulegen. Der fünfte Dichter endlich ist Pinehas; auch hier verdient F.'s Versuch, darunter Pinehas ben Jair zu verstehen, keine Beachtung, und dürfte er vielmehr der zuweilen als alter Maßoreth angeführte Pinehas Rosch-Jeschibah sein. Aus einer späteren Bemerkung in dem Aufsatze F.'s erfahren wir noch, daß die hebräische ״Vorrede zum Agron" vocalisirt und mit Accenten versehen sei, wovon in dem Abdrucke des ״Lebanon", den wir wiedergegeben haben, keine Spur zu finden ist. Die Aechtheit dieser Vorrede mit ihrem doppelten Akrostichon ״Said ben Josef" — wie solches sich auch in den liturgischen Poesien S.'s findet — anzuzweifeln ist nicht die geringste Veranlassung. Gehn wir nun über zu dem Buche Galuj. Darüber sind wir lediglich auf das Referat Firkowitsch's beschränkt, der eben wieder nur darüber spricht anstatt Genaues mitzutheilen. Von dem Buche selbst sagt er, S. habe es hebräisch und arabisch verfaßt, d. h. je einen Vers hebräisch und je einen arabisch — also Wohl nicht Letzteres eine Uebersetzung des Ersteren, sondern fortfahrend und nur mit der Sprache abwechselnd. Die hebräischen Verse sind vocalisirt und mit Accenten versehen, es sind aber blos drei vom Anfänge gerettet, welche beginnen דברי ספל ד7.ןלוי — mehr als diese drei Worte giebt F. nicht, fügt vielmehr 'ובו hinzu. Die Vorrede ist arabisch abgefaßt; aus ihr geht, wie F. angiebt, her-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.