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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 4 (1872) · p. Seite 261

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 261 (sequence 21)
Language
German
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III. Saad.'s Vorrede zu Agron. 261 nügen, ist nicht unmöglich, wenn wir auch sonst kein sicheres Zeugniß dafür haben. Wozu aber noch eine dritte Anordnung nach dem noch übrigbleibenden mittleren Bestandtheile des Wortes dienen sollte, ist unbegreiflich, und dafür daß Dies wirklich geschehen, bietet Hr. F. blos das Wort, welches er mit אנלצעיים übersetzt, und den Namen, mit welchem S. diesen Theil belegt habe und den er wiedergiebt durch כפש השיר. Solange wir nun nicht wenigstens die Vorrede selbst, soweit sie gerettet worden, vollständig und zwar in den Worten, mit denen sie abgefaßt worden, also arabisch erhalten, müssen wir die Annähme F.'s als sehr zweifelhaft ansehen, sind aber auch nicht im Stande eine andere Vermuthung zu empfehlen. Dennoch wollen wir eine solche dem Leser nicht vorenthalten und die Aufnahme derselben seinem Urtheile überlassen. Mir scheint nämlich, daß S., nachdem er eine lexikalische Zusammenstellung des biblisch vorhandenen Wortvorraths, und zwar lediglich nach den Wortanfängen, ausgeführt, sich dann veranlaßt fühlte, noch Mittel (אבלנצעיים) anzugeben, wie man diesen Wortvorrath nach Analogien erweitern könne. Daß er Derartiges unternommen, darüber belehrt uns Dunasch in seinen Kritiken gegen Saad., indem er sich beklagt, S. habe neue Wortformen gebildet, wie für אחלמה nach Analogie von יהלום , oder gar שרו2ה^ nach Analogie von פרשדוכה, habe aus Ausrufwörtern, wie אהה ,הידד, Verbalstämme neu geschaffen (vgl. diese Ztschr. Bd. IV S. 202 f.). Dies mag er nun als Anhang zu seinem Wörterbuche hinzugefügt haben zur Erweiterung des Sprachvorrathes, und Wohl vorzugsweise zum Gebrauche für Dichter, denen er eine größere Anzahl dem Reime gefügiger Wortformen zugänglich machen wollte, und er bezeichnete deshalb diesen Anhang als נפש השיר, wie F. den uns nicht mitgetheilten arabischen Ausdruck wiedergiebt. Außerdem, berichtet F., kommen darin noch Namen von alten Dichtern vor, ״welche im letzten Geschlechte vor der Zerstörung des zweiten Tempels und im ersten nach der Zerstörung gelebt haben". Ob S. selbst diese Zeitangabe gemacht oder ob sie F. aus seinem Eignen hinzufügt, können wir leider wieder nicht sagen. Von diesen Dichtern nun werden folgende fünf genannt: 1. Joße ben Joße, welcher einen Seder Abodah für den Versöhnungstag geschrieben — Firk. besitzt denselben in alter Handschrift und sehr abweichend von den zwei im Drucke vorhandenen Recensionen —

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