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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 4 (1872) · p. Seite 247

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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I. Stille Gedanken. 247 Aufbäumen gegen den Blödsinn und gegen die volle Knechtung der Vernunft, des freien Denkens unter den Absolutismus einer organisirten Hierarchie zu ermuthigen, ihm mit allen Mitteln schützend zur Seite zu stehen, überzeugt daß, wenn ein Ring an einer Kette gebrochen ist, die andern ihr blutiges Einschneiden verlieren, und der in etwas befreiten Bewegung um so leichter gelingt, auch diese zu lösen und abzuschütteln. — Ich habe mich ferner zur Genüge darüber ausgesprochen, was von jener freieren protestantischen Rich- Lung zu halten ist, die die Welt nur von der Sakristei aus betrachten kann und die, nachdem sie einen gewaltigen Anlauf nimmt, zu der naiven oder erheuchelten Behauptung kommt: Ja, Christ ist wahrlich auferstanden! Und dennoch habe ich aus vollem Herzen dem alten Sydow meinen warmen aufrichtigen Glückwunsch zu seinem Amtsjubiläum abgestattet — den Sie vielleicht in der N. fr. Pr. gelesen —, und würde ich als evangelischer Christ den lebendigsten Antheil nehmen an den Bestrebungen dieser Richtung, wenn sie mir auch nicht weit genug gehen, überzeugt daß die Befreiung von veralteten Formeln und Dogmen zur vollen Freiheit und zum wahren ganzen Heile des Volkes zu führen geeignet ist. Allein die Hochgebildeten wollten von allem Kampfe gegen die orthodoxe Anmaßung Nichts wissen, sie blos zu Tode ignoriren; sie aber blähte sich unterdessen mit gar gewaltiger Kraft auf und wird immer gefährlicher und störender. Nun steht man rathlos ihr gegenüber, macht Nothgesetze gegen den Mißbrauch der Kanzel und gegen die Jesuiten, Gesetze, die bedrohlicher sind für die Dauer als nützlich für den Augenblick. An der Berechtigung des Grundsatzes ,,die freie Kirche im freien Staate" unter Zuständen, welche unter dem mehr als tausendjährigen engen Zusammenhänge beider mächtigen Institute sich gebildet haben, fängt man auch an, und mit Grund, Zweifel zu hegen. Nun, die Misere ist eben da durch den — Jndifferentismus, und sie wird genährt durch denselben. Und im Judenthume? Da wuchert er erst recht. Wir ha^M das Privilegium mehr oder weniger, daß,,d.kkoDME nicht kümmert; dieses wie. MderMxjpükgiN.^^M?)^s AHMM an ^$9%^bמi1 Seiten des Staates gegenGM MoOer^M^ArMei^

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