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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 4 (1871) · p. Seite 319

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
4 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 319 (sequence 79)
Language
German
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Aus Briefen. 319 S. 8 bringt zwei Zeilen, die Ihrem Gabirol S. 40 angehören. Ebenso ist S. 8 f. ein Theil der dritten Strophe von S. 41 bei Ihnen entlehnt mit der Aenderung, daß die Worte ״das Wissen ist" weggelassen sind; in Folge dessen ist aus ״seinem" natürlich ״ihrem" geworden, und, wieder wie um die Urheberschaft zu beweisen, ist Ihr ״steht" in ״prangt" umgesetzt worden. Ihrer folgenden Dichtung (S. 42) sind ferner (das.) die ersten 4 Zeilen entnommen; nur lautet hier die dritte Zeile: ״Es fuhr ein Blitz daher die Herzen labend" (!!). Wortgetreu abgedruckt findS. 10 die ersten beiden Zeilen Ihrer Uebersetzung der ersten Elegie (ib.), die zweite Elegie (bei Ihnen S. 44), desgl. S. 11 ״Was nützt mein jammernd Stöhnen" (S. 52). Nachdem er seine ganze Weisheit aus Ihrem Werke geschöpft hat, ohne daß irgend eine Spur von selbstständig er Forschung Zu entdecken ist, durfte es der wackere Forscher bei seinen ״eifrigen Studien" selbstredend nicht hinterher an den obligaten Ausfällen gegen die ״Reformapostel unserer Tage" und ihre ״Phantasmagorieen" fehlen lassen. Solche.kann aber wol nur ein Erbtheil der Glaubensjünger sein, die auch das עז שבאומות conserviren zu müssen vermeinen.- sDas Machwerk, das mir ebenso wie die Reclame in der ״Europa" bis jetzt unbekannt war, liegt mir nun vor. Die Plagiate darin gehn so weit, daß selbst die in meinen Gabirol eingedrungenen Druckfehler ausgenommen und noch verschlimmert sind. So steht bei mir S. 38: Abn-Ajub für: Ab'u (wie zum Schlüsse berichtigt ist). Sich um Berichtigungen zu kümmern, dazu hat der flüchtige Plagiator keine Zeit, und schreibt (S. 4): Aben-Ahub! Für den Philosophen und Geschichtsschreiber Abraham ben David ist bei mir S. 112 statt 1161 irrthümlich 1061 gesetzt, daraus wird bei K. (S. 23) 1601! Da ich nun fortfahrend von Schemtob ben Josef Falaquera spreche, der ״etwa ein Jahrhundert später, gegen 1260, den Lebensquell auszüglich ins Hebräische übersetzt", läßt ihn der gründliche Forscher die Uebertragung im Jahre 1100 vornehmen! Ob die Aenderung auf S. 8: ״dem Edlen gleich" für, wie bei mir: ״dem edlen Scheich" Sinnlosigkeit oder Flüchtigkeit ist, mag ich nicht entscheiden. Hr. Dr. E. hat nicht alle Plagiate angegeben. Auch S. 13 sind vierzehn Verse aus meinem Werke S. 56, nur gehören ihm an die Verstöße, welche theils gegen das Versmaß theils gegen die Sprache und den Sinn begangen werden, wie: zage nicht für: zag'nicht, Schiffers für Schiffes, Nei-

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