Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 4 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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282 IV. Meir Ha-Levi. dichterisch verarbeitet. Der Name des Sohnes der Zorfatherin wird nach der Agadah, Jonah genannt und er mit dem Propheten dieses Namens identifieirt 1). Dieses Lied habe ich als Probe neuerer jüdisch-arabischer Volksliteratur in der Zeitschrift der Deutscheu morgenländischen Gesellschaft zum Abdrucke gebracht, es dürfte jedoch den Lesern unserer Zeitschrift nicht Interesse genug bieten, um es auch hier zu wiederholen. 25. August. IV. Meir Ha-Levi und sein Kampf wider Maimonides. Meir ben Todros Ha-Levi Abulafia ist keine auf die literarische Bewegung seiner und der folgenden Zeit tief eingreifende Persönlichkeit, aber immerhin interessant genug durch ihre Selbstständigkeit, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Von angesehener Familie, reich, daher unabhängig, mit ausgebreiteter Kenntniß namentlich im thalmudischen Gebiete ausgerüstet, glaubte er seine Ansichten, die von den damals herrschenden abwichen, nicht zurückhalten zu müssen, hielt sich vielmehr für berechtigt sich der geltenden rationalistischen Richtung entgegenzustemmen. Bei dem geringen Anklange, den er in diesen seinen Bemühungen fand, ג) Dies ist bereits in jerus. Sukkah 6. 5 Ans. vorausgesetzt; Ialkut, der zu Jonah Auf. die Stelle aufnimmt, fügt ausdrücklich im Namen des Elieser hinzu, Jonah sei der Sohn der Zorfathischen Wittwe gewesen. Doch glaube ich nicht, daß dieser Zusatz ihm im Jeruschalmi Vorgelegen, vielmehr scheint er Dies aus dem Pirke R. Elieser hinzuzufügen, dessen Angaben er zum Buche der Könige reproducirt. Diese Sage ist übrigens auch in die kirchliche Literatur eingedrungen. Der syrische Bischof Jakob vonEdessa schreibt nämlich an den SLulenheiligen Johann (der Brief ist syrisch von Wright im Journal of sacred literature herausgegeben): ״Ferner fragt Deine Brüderlichkeit, ob, wie von Manchen gesagt wird, der junge Sohn der Wittwe in Zorfath, welchen der Prophet Elia wieder belebt, Jonah bar Amitthai ist. der nach Ninive zur Verkündigung geschickt worden . . . Wohl ist in den hinzugefügten unzuverlässigen Erzählungen die dem heil. Epiphanius, Bischof von Cypern, beigelegt worden, geschrieben, daß das von Elia belebte Kind der Prophet Jonah gewesen. Ich aber sage Dir, daß ich mich davon nie überzeugen konnte, es auch jetzt nicht kann. Ich glaube