Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 4 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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280 III. Hebr. Buch aus' Calcutta. vnlehnendes Tischlied vorhanden (N. 190), sondern auch ein Lied, das sich über die Dunkelheit eines gehabten Traumes beklagt (N. 165), ein anderes von ihm ermahnt zur Wohlthätigkeit (N. 242), und ein drittes seiert die Tugenden Josephs (N. 270). In anderen will er Beweise seiner Kunstfertigkeit an den Tag legen. So kehrt derselbe Reim dreifach in den Binnengliedern der elf Strophen des Liedes N. 147 mit צי wieder, und der Verfasser bedient sich daher oft des Kunststückes, ein Wort zu theilen, den mit צי endenden Theil zum ersten und die andere Hälfte zum folgenden Gliede zu nehmen, z. B. צ־־ייוך. Ebenso dichtet er ein Lied N. 148, dessen Worte alle mit Alef beginnen und das er witzig anspielend אלפי ישראל benennt. — Doch kommen noch außerdem ganz unerwartete Dichtungsstoffe hier zum Vorschein. Das bereits erwähnte Lied des Abraham Salamah (N. 16) behandelt die Vorzüge des heiligen Landes, und das Lied war so verbreitet, daß man die bei ihm angewendete Melodie, wenn sie auch für andere Lieder benützt wird, nach ihm nennt (vgl. z. B. Ueberschrift von N. 153), während ein Anderer, David ben Aharon בה (vielleicht jedoch בד הכין) in N. 179 die Vorzüge Tebaria's als Begräbnißstätte heiliger Mänuer rühmt und zum Schluffe namentlich einen Abul'afia preist, der die Mauern der Stadt hergestellt und ein Lehrhaus erhalten. — Die reiche Anzahl von Räthseln ist schon aus der Jnhaltsangäbe ersichtlich, und werden wir noch darauf zurückkommen. Nichts weniger als liturgisch sind auch die daran unmittelbar sich anschließenden Stücke. Denn N. 92 ist das Danklied eines Abschreibers, der, nachdem er Thorahrollen vollendet, sich in umständlicher Beschreibung aller einzelnen Vornahmen, die er zu beobachten und auszuführen hatte, ergeht, über sich den Segen Gottes erfleht und zum Schluffe seinen Namen in folgender künstlicher Weise angiebt: שבלי דוד ילוד ב׳כיץבלכוכזד ,בדל בלים דיש וביים דיש יוד בפולים, also David, Sohn des בכ״יץ?, genannt דבלדבלדי? — Das folgende Stück ist ein satyrisches Lied mit Bezugnahme auf Personen und Ereignisse, die uns nicht bekannt sind, und N. 94 ist eine moralische Ansprache. Raphael Salomo Laniado (in Haleb) erscheint in N. 195 mit einem Dankliede für die Beendigung seiner drei Werke: בית דינו של שלבלזד ,הבלעלות לשלבלדז und לחם שלבלה; des Verfassers und seiner Werke gedenken Asulai und Steinschneider unter dem Namen seines Großvaters Samuel, die Werke sind, in Constanti-