Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 3 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus Briefen. 229 zurückgeführt wird, welche ihr Recht in ihrer Würdigkeit, in dem Kampfe um den Besitz und nicht in ihrer Erstgeburt begründen. Und eben deshalb müssen auch die Stammmütter zuerst unfruchtbar sein, so daß Nebenfrauen die Mütter der Erstgeborenen sind. Auch mag noch eine besondere Fürsorge Gottes darin gefunden werden, daß er den von Natur Unfruchtbaren doch den Kindersegen derleiht, das Kind daher auch als das besonders von ihm erkorene erscheint. ©.] Von Hrn. Kirchheim, Frankfurt a. M. 16. April 1871. Sie haben die Frage über Elasar ben Arach sehr geistreich zu lösen versucht (oben S. 49 ff.), die Wahrheit hängt aber von der Richtigkeit Ihrer Correctiv-Theorie ab. Die Wichtigkeit, welche die Pharisäer dem Priestersegen (נטגיאת כפים) beilegten, sowie der Satz, daß wer von dem Priesterlichen profanen Gebrauch macht, damit eine Entweihung begeht (דכלשתבלעז בכדובד כלעל), scheint doch zu beweisen, daß sie die priesterliche Function nicht so zu verallgemeinern strebten, so hoch sie auch sonst die Thalmide Chachanim über den Kohen gadol stellten und auch die Priestergaben dem Priesteridioten (כדן ע״ד) entzogen. sSchon vielfach ist darauf hingewiesen, daß die Pharisäer an die Anerkennung des gesonderten Priesterthums sich biblisch gebunden fühlten und nicht mit aller Schärfe der Consequenz die volle Gleichmachung der Gesammtheit anstreben und durchsetzen konnten. Aber diese nothgedrungene Halbheit darf uns die inneren Gesinnungen, die sich unzweideutig genug kund geben, nicht verschleiern. ®.] — Ihrer Deutung von טפליך in Sifre (oben S. 20) steht der Zusatz von אבא חנן לא יונלתו אבות entgegen.!Bei dem lockern Zusammenhange der einzelnen Sätze in Sifre überhaupt, bei der unsichern Lesart an unserer Stelle ist aus einem solchen abgesonderten wer- Leren Satze Nichts zu dedueiren. Ich glaube daher noch, daß כפלים, die Angefügten, zu lesen, worunter dann auch freilich die nicht Selbstständigen zu verstehen sein mögen, also Frauen und Kinder, wie es auch in der Baraitha Baba Bathra 117 9. gebraucht wird. Den Ausdruck blos im Sinne von ״unmündigen Kindern" zu nehmen, ist aramäisch und nicht späthebräisch. G.s In Betreff eines sehr bedenklichen Punktes in den Referaten für die Synode (S. 212, 3 und S. 221, 3) mache ich auf die Stelle in Jsaak's b. Abbamare Jttur I S. 63 (der neuen Aus-