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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 3 (1871) · p. Seite 220

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
3 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 220 (sequence 60)
Language
German
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220 Aus Briefen. Bedenken, er schreibt daher V. 47: Bethuel, Sohn Nahor's, den ihm Milkhah geboren 0- In Betreff der Bemerkungen über die hebräische Grammatik Spinoza's (das. S. 201) halte ich allerdings Spinozas Ansicht nicht für die richtige, darf aber doch nicht verheimlichen, daß ein Sprachforscher von Benfey's Rang entgegengesetzter Meinung ist und den Gedanken Spinoza's für einen sehr tiefen hält. Von Hrn. Prof. Dr. Levh, Breslau 18. Jan. 1871. In dem Januar-Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Jdth.'s v. Grätz, giebt Hr. M. Brann den Schluß der Biographie Agrippa's II. S. 13 ff. Ueber den Werth dieser Arbeit mich auszusprechen, wird sich bald Veranlassung finden; ich berühre hier nur einen Punkt: das Todesjahr dieses Fürsten, fi) Ich stimme dieser feinen Bemerkung vollkommen Lei. Es ist offen- Lar ursprünglich recht ernstlich darauf angelegt, Rebecka als vollständig dem Stamme angehörig zu bezeichnen, dem auch Abraham entsprossen. Ihr Vater Bethuel ist daher nicht blos der Sohn Nahor's, des Bruders Abraham's, sondern auch der Milkhah, welche wiederum eine Tochter Haran's, eines andern Bruders Abraham's ist, und sie wird uns in dieser Fawilienbeziehung mit großem Nachdrucke vorgeführt an einer Stelle (11, 29), wo diese Mittheilung ziemlich überflüssig erscheint, aber gerade als Vorbereitung für die folgende Geschichte von Bedeutung ist. Aus demselben Grunde wird nun 22, 20 ff. erzählt, welche Söhne Milkhah dem Nahor geboren, und der Bericht wird mit den bedeutungsvollen Worten geschlossen: Und Bethuel zeugte die Rebecka; schon Raschi fühlt richtig heraus, daß diese Angabe eigentlich die Veranlassung ist zu dem ganzen Berichte, ״diese ganze Stammliste, lauten seine Worte, sind blos dieses Verses wegen geschrieben". Nahor hatte auch noch ein Kebsweib, und auch von dieser Söhne (V. 24), Bethuel jedoch ist Sohn der eigentlichen Ehefrau Nahor's, und zwar der Milkhah, die eben gleichfalls dem Stamme Abraham's angehört. Darauf legt nun der ursprüngliche Erzähler in Cap. 24 auch den Nachdruck. Daß das Weib, welches der Knecht dem Isaak werben sollte, aus der Familie Abraham's von väterlicher Seite sein mußte, war schon entschieden hervorgehoben, der Knecht ging deshalb auch in die Stadt ״Nahors" (V. 10). Allein es traf stch noch glücklicher, das Weib war nicht blos großväterlicher, sondern auch großmütterlicher Seite aus dem Hause Abraham's, und das ist es, was der Erzähler betont. Für den Ergänzer hat diese ganze Familienabstammung nicht mehr diese Bedeutung, er kennt nicht Drang und Veranlassung, die Milkhah hervorzuheben, und glaubt wohl eine Verbesserung anzubringen, wenn er zu der mehr naturgemäßen Redeweise znrückkehrt. G.j

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