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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 3 (1871) · p. Seite 200

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
3 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 200 (sequence 40)
Language
German
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200 Umschau. über das Neuhebräische in des Maimonides Mischneh Thorah und ergänzt die Lücken, die uns bis jetzt in seinem Kommentar zum Buche der Richter geblieben. Hr. Goldz. ist mit den Hülfsmitteln und mit der rechten Methode, welche zu einer solchen Arbeit erforderlich sind, vollkommen ausgestattet. Da uns die Schrift zufällig verspätet zukommt, sie daher bereits vielfach gewürdigt, auch manches Berichtigende dazu bemerkt worden'ist (ich verweise nur auf Rödiger in der Zeitschrift der Deutschen morgen!. Gesellsch. Bd. XXIV S. 247 ff.), so ist ein genaueres Eingehen überflüssig, und beschränke ich mich auf wenige Bemerkungen. Während der Vfr. überall einen sehr gesunden Sinn in seiner Auffassung beweist — und wir rechnen gern auch dazu seine Bezeichnung des zweiten Theiles des Jesaias als den ״babylonischen" (S. 29) — künstelt er auf S. 31 an dem in masorethischer Art gebildeten Mnemotechnicum, das Thanchum zu 1 Sam. 3, 11 für תצלנח neben תצילכה aufstellt. Thanchum meint mit ציצת תפארח einfach Jes. 28, 4, nur daß die Stelle, wie oft, ungenau und abgekürzt angeführt ist für ציצת (צבי יובל) תפארתו. Ebenso glaube ich — gegen S. 35 — bereits in dieser Ztschr. a. a. O. nachgewiesen zu haben, daß Th. Jes. 51, 6 keineswegs eine andere Lesart vor sich gehabt, hingegen hätte daraus hingewiesen werden müssen, daß er wohl, wie Haarbrücker richtig zu Nicht. 14, 6 bemerkt, in einer der zwei Stellen (Jos. 15, 18, Nicht. 1, 14)ותצלח für ותצנח gelesen haben müsse. — In einer Anmerkung auf S. 37 wird auf noch einige Verstöße in der Transscription aufmerksam gemacht. Da kann noch hinzugefügt werden, wie Cureton zu Klgl. 1, 13!כלדויד mit hebr. Buchstaben setzt, während es ein arabisches Wort ist, vgl. V. 22 Ende. — Ebenso schreibt Haarbrücker zu Nicht. 20, 28 קול יחיד, während das erstere Wort wiederum arabisch ist: die Aussage eines Einzelnen, dem die Andern insgesammt nicht zustimmen rc. (nicht: nno tantun loco commemorari, wie H. übersetzt). — Auffallend ist, wenn der Vfr. S. 48 Anm. 1 die Behauptung, ״daß der Talmud das He am Ende des Wortes als pleonastisch betrachtet und daher als bei agadischen Auslegungen unanwendbar erachtet", mit der Stelle aus Thaanioth 2 b belegen will, wo aus 4) ונסהיחם Mos. 29, 19), ונסכיח (V. 31) und כבלעופטם (V. 33) die Buchstaben Mem, Jod und Mem zu מים gebildet werden. Der Vfr. meint nun, diese Buchstaben würden als Endbuchstaben der drei Wörter genommen, und bemerkt: ״wie

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