Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 3 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Mose Bett Zedaka. 177 Dari's mindestens um drei Jahrhunderte über Gebühr hinauf, Fürst's ,,Geschichte des Karäerthums" (II, 294), übergeht den Dichter Mose Dari, macht den Divan um 3 Jahrhunderte jünger (1489) und fingirt einen Verfasser Mose Bali b. Abraham 1 2). Das bisher unbeachtete Datum אף ברי , welches in dem Gedichte Mose's über Pericope בשלח Vorkommen soll (Geiger's wiss. Zeitschrift III, 443. N. 9, 10), wird vielleicht zu einer sicheren Zeitbestimmung führen. Ohne solches Hilfsmittel war die Kritik auf Conjecturen angewiesen. Wer Jehuda Ha-Levi nicht für einen Nachahmer Dari's hielt, mußte das Verhältniß umkehren, also konnte Dari nicht vor 1150—1200 leben. Ich glaubte, ihn mit dem von Maimonides erwähnten ״Mose Dari" identificiren zu dürfen (Hebr. Bibliogr. 1861 S. 6, 46, 144). Schorr (he-Chaluz VI, 58, vgl. Geiger's Anzeige in D. M. Ztschr. XVI, 290) glaubte in einigen von Mose Dari besungenen Personen dieselben wiederzuerkennen, welche auch Charisi's Muse verherrlichte, nämlich Mose b. Zedaka und Jsak b. "סידד?ם'', bei Charisi Jsak b. 2 סיד). Weniger glücklich ist seine Conjectur, daß ״Jsak Ha-Maarabi, Haupt der Rabbaniten", dessen Tod Mose betrauert, Josef b. Jehuda (Jbn Aknin) sei; in der arabischen Ueberschrift (Pinsker S. 98, Anh. S. 117) steht אסחאק, was nicht aus יוסף entstanden sein kann; auch starb Josef erst im November 1226, Mose Dari muß aber viel früher in Damaskus gewesen sein, wenn Mose b. Zedaka identisch ist mit Jmran, wie sich zeigen wird. 6. Mose Dari besingt die Hochzeit des Arztes Mose mit der Tochter des vornehmen Scheikh אלתראיפי (Pinsker S. 52, vgl. S. 71 Hochzeit des Samuel אלטראיפי mit der Tochter des el-Jskenderi, d. h. aus Alexandrien stammend). Der Vater des 1) Nähere Nachweisung in der Hebr. Bibliogr. N. 61 in der oben erwähnten Beschreibung einer HS., welche Gedichte des Dari enthält. Hier genügt auf die Identität des von Pinsker beschriebenen Divans mit dem in der wissensch. Zeitschr. III, 443. N. 9, 10 verzeichneten hinzuweisen. 2) Einen Josef ben סיד nennt Charisi Cap. 46 f. 63 6d. Anist. in Lerida (für אלרירא lies לארדה, s. Zunz, zu Benjamin v. Tudela S. 257). Jsak Jbn סיד lebte 1252—6 in Toledo — in den spanischen Werken des Alfons heißt er jedoch Ca^ut, s. Serapeum 1870 S. 295 — ein Jude Cid findet sich als Zeuge in einer spanischen Urkunde v. I. 1099, worin Klein (Gesch. d. Dramas VIII, 1870 S. 297) eine ״schnackische Vexirparallele" findet. סידהם ist schwerlich eine Namensform. Bierteljahresschrm IX. 3. 12