Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 3 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Im ran ben Zedaka. 175 seinem Leben nur zwei Nichtmuslimen unterrichtet zu haben, keinen anderen, nämlich Jmran el-Jsraili und Ibrahim b. Khalaf es-Sameri *), und diese nur, nachdem sie auf jedem Wege ihn derfolgten und sich bei ihm empfehlen ließen (ij.*a^:s) in solcher Art und Weise, daß er sie nicht zurückweisen konnte. In der That profitirte jeder von Beiden und wurde ein ausgezeichneter Arzt. — Radhi ed-Din war geboren in Rahaba in Mesopotamien in Dschumada I, 534 (Dec.—Jan. 1139/40) und starb 21. Muharrem 631 (27. Oct. 1233). Er emendirte auch eine Medicinische Schrift (vgl. Hagi Khalfa IV, 438), eine andere (Commentar über ׳ Honein's Fragen) ließ er unvollendet. 3. Der College Jmran's, Muhaddsib u. s. w. ist Jbn ed-Dakhwar, welcher nicht 1250 gestorben ist, wie bei Wüstenfeld S. 123 n. 219 ohne Zweifel Druckfehler, sondern 1230, s. die Nachweisungen in meinem Leydener Catalog S. 325 H. Kh., VII, 1146 N. 5510, zur pseudepigr. Lit. S. V und Hammer VII, 533. Er war ebenfalls ein Schüler des Nahabi (Oseib unter diesem Autor f. 224), ehe er sich zu Jbn el-Mathran wendete. Er verfaßte u. A. eine Widerlegung der medicinischen Schrift des Jbn Aknin, deren vollständiger Titel bei Oseibia (HS. München f. 267) (so) LgAi *JUU LßJjUj L L, s. auch H. Kh. III, 367 N. 5974. Hammer VII, 534 liest falsch minha für fiha und übersetzt: ״Diskurs zur Abkürzung (!) der Abhandlung Ebul Hedschadsch" u. s. w. Ueber das Werk Josefs s. den Artikel in Ersch und Gruber S. 57 und dazu H. Kh. V, 622 N. 12356 (VII, 1143 N. 5392 Abu Mansur VII, 1141 u. 5286). 4. Sämmtliche bisher angeführte Daten führen uns gegen Ende des XII. Jahrhunderts in die von der Familie Saladin's eroberten Länder — Syrien und Egypten — wo jüdische Aerzte an den Hof der Herrscher gezogen wurden, und ein lebhafter wissenschaftlicher Verkehr stattfand, für welchen noch weitere Belege leicht heranzubringen wären. In diesem Kreise bewegten sich in der- 1) Vielleicht Verwandter des bekannten Muhaddsib ed-Din Iusuf b. Abu Said b. Chalaf, Arztes zu Damast, starb im Safar 464(1127), der nach Oseibia (Cod. Münch, f. 259d) ebenfalls ein Schüler des Mnhaddsib ed-Din Jbn on-Nakkasch war (s. vor. Anm.)