Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 135)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2420973-2421010-2421012--3543-2424396- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aus Briefen. 295 ganz späten Sage angehörige ungeschichtliche Behauptung, daß zu Antigonus (aus Socho) Zeiten die Spaltung zwischen Sadducäern und Pharisäern entstanden sei, auf den tartarischen Namen כחנך, welchen der Großvater des 399 einer Thorah schenkenden Hochherzigen tragen soll (N. 3), eine Zumuthung an unsere Gläubigkeit, die noch stärker ist als uns den Namen טורזג in uralter Zeit (Nr. 2) und den Namen 1כה für den Sohn des *בוק gefallen zu lassen — der Name Noah taucht erst wieder unter den Arabern auf. Aber כח brauchte Firk. für das vorarabische Alterthum, wenn Nissi, dessen Vater auch so hieß, bereits um das Jahr 688 gelebt haben soll (Nr. 4), so daß wir einen ächten vorananischen Karäer haben, dessen Vater eine Thorah geschrieben, mit allen ,,Thaggin" geschrieben, wie sie sich auf den zwölf von Josua in Gelgel errichteten Steinen befanden! Nr. 3 belehrt uns aber auch, daß bereits 399 die ״karäische Gemeinschaft" עדת בכי נלקרא ihren festen Bestand hatte! — Dieser Mißbrauch, der in unfern Tagen auf den verschiedensten Gebieten mit Jnschriftenfälschung getrieben wird, ist ein wahrer Wurmfraß der Wissenschaft. G. 25. Sept. Von Hrn. Dr. Felsenthal, Chicago 22. Juli!874. Ich konnte bis jetzt das neue Doppelheft , das ich mit hoher Freude begrüßt, nur flüchtig durchblättern. Bemerken muß ich, daß Hr. Slonimski es nicht hätte unterlassen sollen, auch die haltlose Dechioth-Theorie des Hrn. Schwarz in ihrer Hohlheit aufzudecken, und er hätte dann viel brillanter und für ein größeres Publikum viel verständlicher ein aufgeblähtes Opus demolirt. ^Allerdings ist Hr. Sl. mit aller Hingebung Fachgelehrter, und er legt ein größeres Gewicht auf die Berechnungen und die astronomischen Regeln, als jenen abenteuerlichen Versuch, eine Ausgleichung des regelmäßigen Kalenderganges mit den Anforderungen des Lebens auf eine wissenschaftlich-astronomische Regel zurückzuführen, seine völlige Haltlosigkeit nachzuweisen. Erst auf meine Aufforderung hat Hr. Sl. noch nachträglich die Bemerkungen in hebräischer Sprache angefügt, welche ich S. 128 ff. in der Anm. wiedergegeben habe. In der Sache jener Verschiebungen bleibt es bei dem, was ich darüber in dem 6. Bde. dieser Zeitschr. S. 141 ff. nachgewiesen habe, und alles wissenschaftlich sein sollende Blendwerk kann daran Nichts ändern. Der Zuruf des Abraham ben David an Maimonides,