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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 278

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 278 (sequence 118)
Language
German
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278 Miseelle. der Tannaim gehört *), der Thalmud aber hat ohne Weiteres diesen Röuben, auf die Erzählung von seiner heidnischen Frisur hin, benutzt, um das Verbot dieses Haarputzes an seinen Namen zu knüpfen und seine That als eine ihm besonders gestattete Ausnahme darzustellen, weil er der Regierung nahe stand! Der so sprechende Thalmudist sagte dies in's Blaue hinein, aus unserer Stelle Mö-ila fälschlich schließend, er ahnte nicht, daß er thatsächlich und ganz gegen sein Wissen die reine Wahrheit sprach. Röuben stand in der That der Regierung, sei es als Rathsherr oder Verwandter des Kaisers, nahe. Siehe Sota 49 b und Baba Kamma 83. An beiden Stellen wird er nicht Röuben b. Jstr. genannt, sondern אבטולום בן ראובן oder אבטולנלוס (— Ptolomäus) בן דארבן. Ueber den Namen ließe sich noch Manches sagen: argoßilog ist ein Kreisel, und dann eine Waldbaum - Frucht, aber kein griechisches, oder römisches, noch weniger jüdisches nomen proprium. Jochasin hat die Lesart ראובן דוצטמבל, als wäre es ein Adjeetivum. Der hebräische Namen ראובן mag dem Proselhten gegeben sein, das איםטרובלי kann eine Anspielung auf seine Verkleidung sein: Hister (alte Form für Kistrlo), ßovh]g der Verkleidete im Senate möglicherweise der ^Theil des Namens ראובן — רובל׳׳, wie Josephus den biblischen ראובן nennt. Doch ich will keinen Anspruch auf das kleinste Verdienst für diese Conjectur machen, ich bin vollständig befriedigt, wenn unparteiische Prüfer zugeben, daß unser ראובן einerlei Person ist mit זינליע בר טולום, mit בן תבלליון, mit d. זרגבלוכי Taanit 29 und Deuteron, r. 2. *) Solcher gelehrten Existenzen, welche gar nicht existirt haben, giebt es manche, darunter die vornehmste Simon ben Hillel, der, wie ich nachzuweisen gedenke, seine Entstehung nicht dem Schooße einer Mutter, sondern dem Schooße der falsch erklärten Mischna Abot I, 17 verdankt.

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