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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 272

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 272 (sequence 112)
Language
German
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272 Recensionen. aber für den Sinn gut paßt; 6, 11 כפעו mit חכחלים 14 ,21;ליעוד mit פאלגי, was im Fragment immer für כחלד, Erbschaft, steht; 24, 17 ^72א mit מהילד 19 ,20;בלגואד mit מגהעות 9 ,23;החומד mit גלמן? Für 39 ,22 קדית חצות hat der Walton'sche Cod. חדות, und so übersetzt auch das Targum מדינת לזיו in den Ed. und im Fragment, es liegt nicht fern, daß Onkelos hier influirte, der נלחוזודי übersetzt, was sie fälschlich vom Stamm ח־וד erklärten, während der Stamm מחוז ist. Es ist merkwürdig, daß Ps. Jona- Lhan den eigentlichen Namen der Stadt angiebt הילועוא. — Herr Nutt hat von dem reichen Material, das über die Sam. in Zeit- und Monatsschriften zerstreut ist, einen sachgemäßen Auszug dem Fragment vorangeschickt.x) Bei dem Mangel an ächten historischen Dokumenten können natürlich viele Fragen nur hypothetisch beantwortet werden, N. schloß sich hier, wo ihm mehrere Hypothesen Vorlagen, einer Ansicht an, ohne sie jedoch durch Gründe zu befestigen. So stimmt er bei der Cardinalfrage, aus welchem Codex der alex. und sam. Pentateuch geflossen, Gesenius bei, daß beiden ein alter, von dem massorethischen verschiedener Codex Vorgelegen habe, eine Hypothese, die Geiger noch weiter ausgedehnt und verwerthet hat. N. unterscheidet richtig bei den samarit. Riten und Dogmen, die Aussagen der Talmudisten, aus einer Zeit, in der die Sam. noch ein frisches Nachleben der Sadducäer zeigten, von dem uns später ihre Priester lehrten und Hymnendichter besangen. Die alten Samaritaner leugneten die Auferstehung und jenseitige Vergeltung und wußten nichts von einem zu erwartenden Messias, die spätern haben alle diese Dogmen in sich ausgenommen. Daß aber auf die Annahme dieser Dogmen der Moslem mehr als die Juden von Einfluß gewesen wäre, wie N. annimmt, ist nicht erwiesen. So möchten wir auch N. nicht beistimmen, ihren Gottesglauben selbst in seinen subtilsten Konsequenzen dem Einflüsse der Araber zuzuschreiben (S. 65), da doch die Einheit und Unkörperlichkeit Gottes eindringlich genug im Pentateuch gelehrt ist; auch die Existenz der Engel war ihnen aus dem Pent. bekannt, und in ihrer Version haben sie oft Engel für Gott substituirt. N. nennt hier nach Petermann einige Engel, wie Anura (Ex. 14, 25), Ca- *) In einer böswilligen Kritik im Athen, wird es N. zum Vorwurf gemacht, Fürst's Geschichte des Mräerthums nicht benutzt zu haben. Es wird aber dem Kritiker schwer fallen, aus dem Fürst'schen Werk etwas hervorzuheben, das 9t. hätte benutzen sollen.

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