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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 266

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 266 (sequence 106)
Language
German
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266 Recensiynen. =1168 u. s. w. zu verstehen sind. Für diese unzweifelhafte Zeitbestimmung wird uns durchaus keine Andeutung gegeben, und nur ganz zufällig wird später berichtet: ״und im Jahre 5000", so daß daraus ersichtlich ist, es sei früher vom zehnten Jahrhundert des fünften Jahrtausends berichtet .worden. Ja, man hatte sich im fünften Jahrtausend beim Datiren so daran gewöhnt, die vorangegangenen vier Jahrtausende zurückzulassen, daß man beim Eintritte des sechsten Jahrtausends weiter mit den Hunderten fortfuhr und nach (4)999 weiter schrieb: zehn hundert u. s. w. (תתל־), d. h. 50.. (fünf Tausend u. s. w.). So haben wir Handschriften aus dem I. תתרסו, also 1066, die aber dem I. 5066 1306 angehören 1). Die Jahreszahlen auf den Grabsteinen mit ihren bloßen Zehnern und Einern müssen daher stillschweigend mit den Taufenden und Hunderten, Wohl mindestens 1400 ergänzt werden, so daß sie frühestens dem zwölften christl. Jahrhundert angehören. Ich mache nur noch kurz darauf aufmerksam, daß die seleucidische Aera ursprünglich als ״nach der Herrschaft der Griechen" למלכות יונים oder, da man alles Griechische auf den allein bekannten Namen Alexanders zurückführte, ״nach der Herrschaft Alexander's" כמלכות אלכסכדרוס bezeichnet, obgleich sie erst zwei Jahrzehnte nach dessen Tode beginnt, und daß erst dann, als die Zeitrechnung allgemein in Docmnenten angewendet wurde, man dieselbe ״nach den Documenten" לעגטרות benannte, also auch diese Ausdrucksweise auf eine spätere Zeit hinweist 2). Natürlich fallen nun auch alle Ergebnisse, welche Hr. S. an diese gebrechliche Stütze anlehnen will, so unter Andern die Annähme von dem Alter der hebräischen Quadratschrift, welche der Vers, ebenso wie Voeale, Accente und Massorah als mit den Schriften völlig oder fast gleichzeitig hinstellt. Solchen unkritischen *) Dazu ließ man sich um so leichter verleiten, als man sich nicht der Zahlzeichen, sondern der Zahlbuchstaben bediente, welche die Hunderte zusammensetzten, also nicht 900, sondern 400 (-J-) 400 (+) 100 (תתק) schrieb, daher ür tausend um so leichter fortfahren konnte mit 400 (-j-) 400 (4תתרי) 200 (־). Auf diesen Umstand, wie auf die ganze Thatsache, welche er erklärt, ist bereits vor 30 Jahren in meiner wissenschaftlichen Zeitschr. f. jüd. Theol. Bd. V. (1844) S. 465 f. hiugewiesen worden. 2) Vgl. Abodath Elilim 10a: ‘בגולזל אין בלונים אלא כמלכי יוונים בלבד was dann richtig zum Gebrauche in Verträgen לומדות erklärt wird.

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