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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 265

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 265 (sequence 105)
Language
German
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Jakob Saphir: Reift«. 265 übrigen in gleicher Weise" erschüttert, denn es ist ja ganz undenkbar, daß in derselben ״Grabhöhle" Denkmale aus dem I. 291 vor und aus dem I. 1097 nach der christlichen Zeitrechnung einträchtig neben einander sich befinden! Allein zur Zurücknahme der Behauptung, daß die andern Grabsteine der angegebenen alten Zeit angehören, will sich Hr. S. nicht verstehen. Ihn kümmert nicht der Sprachcharakter, der entschieden spät (man betrachte nur "!המאוטור ,!תט12פ), ja auffallend incorrect ist (so sieben Male רוירא שמים!), ihn hindern nicht die späten Eulogieen und Abbreviaturen, nicht die arabischen Frauennamen Hamamah (Taube), Lulu (Perle), Hassinah (Schöne), nicht das aus einem Abstractum zu einem Mannesnamen umgewandelte Jeschu'ah (ישועה), wie Solches nur in der arabischen Zeit geschehen ist. Er steift sich auf die Jahreszahlen, die keine Tausende und keine Hunderte enthalten, und er behauptet, es sei durchaus nicht üblich, ja undenkbar, daß man dieselben zurückgelaffen und stillschweigend vorausgesetzt habe. Diese Behauptung zeugt aber von geringer Bekanntschaft mit der jüdischen Literatur, in welcher diese Abkürzung der Jahreszahl etwas ganz Gewöhnliches ist; ich verweise blos auf ein Datum, das jedem nur irgend Stimmberechtigten in diesen Angelegenheiten gegenwärtig sein müßte, ich meine die Nachschrift, welche Maimonides seinem Mischnah-Commentare anfügt, wonach er denselben im I. 79 der s. Ae. beendigt habe, das Tausend und die vier Hundert übergehend, da das Jahr eben 1479^-1168 ist. — Dieselbe Erscheinung begegnet uns in den Jahreszahlen nach der Schöpfung, bei denen fast durchgehends die Tausende zurückbleiben, und zwar geschieht Dies nicht erst nach dem Beginn des sechsten Jahrtausends, wie Hr. S. behauptet, sondern ist noch weit üblicher für Jahresangaben aus dem fünften Jahrtausend, und es geschieht ohne irgend eine Hinweisung durch den Zusatz ״nach der kleinen Zählung" zup לפק ,לפרט , was allerdings auch häufig, um Irrungen vorzubeugen, hinzugefügt wurde. Ja noch mehr! Es werden ebenso die Hunderte zurückgelassen, sogar, was sehr leicht verwirrt, ein Theil der Hunderte. So lesen wir, um nur ein Beispiel aus unzähligen Herauszugreisen, im Anhänge zu Verga's Schebet Jehudah sehr wichtige chronologische Angaben vom I. 128 (N2P), 130, 132, 133, 139, 140 u. s. w. bis 179 (קעט); hier sind nicht blos die (4) Tausende, sondern auch noch 8 Hunderte (תת) zurückgeblieben, indem darunter 4928 u. s. w.

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