Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 245 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Umschau. 245 auf S. 14 unten. Da soll erstens der 15. Schebat dem December- Januar entsprechen, während er frühstens in den Januar, häufig in den Februar trifft, 1558 der seleucid. Aera dem Schöpfungsjahre 5137 und dem christlichen 1377 entsprechen, während nur das seleucid. Jahr 1668 entsprechend ist, und derselbe Abschreiber soll dann auch 1795 der seleuc. Ae. eine Schrift beendigt haben, und dieses Jahr soll dem christl. 1384 gleichkommen, was für das I. 1695 zutrifft. Auch auf S. 15 wird Schebat zwei Male unrichtig dem alten christlichen Jahre zugerechnet. Auf S. 18 wird 17. Marcheschevan 5514 zu 1704 und muß 1753 heißen, und S. 20 wird 4491 oder 4471 zu 1231 oder 1211, wo die Hunderte in der Schöpfungsära selbstverständlich acht statt vier sein müffen. Wir dürfen Hrn. N.'s rüstiger Kraft wie seiner Unermüdlichkeit vertrauen, daß er uns noch gar Manches aus den Schätzen, die er gehoben, darbieten wird. 26. Mai. 43. Das grammatische Buch Sekhel tob. Im I. 1856 hatte ich eine kurze Biographie des Moses Kimchi geschrieben, welche im zweiten Hefte des Ozar nechmad (Wien 1857). S. 17—24, erschien. Hiebei hatte ich Veranlassung, auch das Büchlein Sekhel tob in's Auge zu fassen, welches B a l m e s in ״Mikneh Abram" dem M. K. beilegt. Ihm folgend, führten die Bibliographen eine unter diesem Titel von Moses Kimchi verfaßte Grammatik an. Sonst war die Schrift nicht genannt. Schon Wolf und de Rossi identificirten dieselbe mit einer im Besitze Reuchlin's befindlichen Handschrift gleichen Namens, die dann in die Bibliothek zu Durlach kam, sich jetzt in Karlsruhe befindet. Dukes hatte darüber einige Mittheilungen gemacht, die mir Hr. Rabb. Willstätter vervollständigte. Daraus ging hervor, daß die Grammatik allerdings einem Moses angehört, aber es erschien nicht bezeugt, daß M. Kimchi sie verfaßt, weit mehr schien dagegen zu sprechen, daß derselbe, nach jenen Mittheilungen, selbst darin angeführt werde, ebenso Menachem b. Simeon aus Posquiöres, ein Schüler Joseph Kimchi's, der in seinen handschriftlich erhaltenen Commentaren bereits des M. K. gedenkt, hier als Oheim des Vrf.'s erscheint. Ich hielt mich deßhalb für berechtigt, die Karlsruher Handschrift dem M. Kimchi abzusprechen und sie einem etwas später lebenden Moses beizulegen.