Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
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- Helbo 1× ep/1004843
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Umschau. 235 dieses Werk, hatte ich dort hinzugefügt, scheint Moses b. Esra in seiner dichterischen Zuschrift hinzuweisen, und diese Vermuthung ist durchaus noch nicht erschüttert. Ich will es dahin gestellt sein lassen, ob M. b. E. seine Worte fein persiflirend gewählt habe, aber das steht fest, daß M. b. E., und das kann nur absichtlich sein, sich derselben Worte und Redewendungen bedient, die I. b. E. in seiner Einleitung gebraucht, wie ich dieselben zusammengestellt.x) Wir würden demnach einen Jakob b. Elasar haben, der gegen 1133 geblüht, eine Makamensammlung und eine hebräische Grammatik geschrieben hat. Zu einem großen Ansehen hat er es nicht gebracht, und er ist neben den bedeutenden Zeitgenossen ziemlich spurlos vorübergegangen, so daß uns die verhältnißmäßig karge Erwähnung nicht auffallen kann. Es steht der Annahme nun auch ferner Nichts entgegen, daß er derselbe ist, welcher Kalila we- Dimna übersetzt * 2) und einen schöngeistigen ״Garten" angelegt hat. Einen Gegenbeweis oder irgend einen stichhaltigen Beleg für die Annahme, daß derselbe erst 1200 gelebt habe, hat St. nicht beigebracht. 12. April. 40. Die nordfranzösische Exegetenschule. Die Theilnahme für die höchst beachtenswerthen Leistungen der Schrifterklärer des zwölften Jahrhunderts im nördlichen Frankreich, welche erst in neuerer Zeit bekannt geworden und ihre Würdigung gefunden, gelangt zu immer weiterer Bethätigung. So hat Hr. Di*. A. Wolfs in Wien, der aus Kara's Commentar die dort mitgetheilten Erklärungen Menachern's ben Chelbo, des Vatersbruders von Kara, zusammengestellt (vgl. diese Ztschr. Bd. IX S. 202), nunmehr noch eine Lese aus Kara's eigenen Erklärungen gegeben zu den ersten Propheten (den historischen Büchern) und zum Anfänge des Jeremia, veröffentlicht in mehreren Heften des Ha-Schachar *) $Ran vergleiche diese Zusammenstellung und wird sich überzeugen, daß St.'s Worte, ich emendirte die Textesworte, um Anspielungen herauszudeuten, welche einen ironischen Sinn haben sollen, die Thatsachen unrichtig darstellen. Man nehme noch hinzu die Parallele zwischen den Worten I.'s b. E. דמו דוידות (wie Luzz. richtig liest) ״sie scheinen Räthsel", und dann am Anfänge bei M. b. E. ... בלי זה! ד1בלדל. 2) Dies wird um so wahrscheinlicher, als der Uebersetzer tit dem Einleitungsgedichtchen sich mancher ungewöhnlicher Ausdrücke bedient, die auch der Makamendichter gebraucht, so דזחביל und גרדוזם ספידים.