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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 234

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 234 (sequence 74)
Language
German
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234 Umschau. Grammatikers, können wir nun schon Bestimmteres angeben. Er war ein Spanier, der den berühmten?in Spanien befindlichen Codex Hilleli verglich, und er hat seine Grammatik spätestens am Ende des zwölften Jahrhunderts veröffentlicht, da der Provenzale Kimchi, der um dieselbe Zeit seine Werke abfaßte, sein Buch schon kannte. Allein es scheint, daß wir ihn noch höher hinaufsetzen müssen, nnd zwar jedenfalls in das erste Drittel des zwölften Jahr- Hunderts. Gegen den Grammatiker Jakob b. Elasar nämlich, welcher mehrere zeitgenössische hebräische Dichter tadelt wegen falscher Puncta- Lion mancher Nomina, nimmt Isaak b. Benveniste diese Dichter in Schutz, wie uns Kimchi in Michlol (kl. 6ä. Ven. 216 a.) mittheilt. Sehr wahrscheinlich ist es nun, diesen Isaak Benv. für denselben zu halten, der mit dem arabisirten Namen Abu-Jbrahim Benv. bei Moses b. Esra vorkommt, wie dies St. in seinem Bodlejanischen Katalog S. 1806 thut. Ist nun Benv. mindestens Zeitgenosse Mose's b. Esra, so muß Jak. b. Elas., gegen dessen Aussprüche Benv. auftritt, noch früher, wenigstens gleichzeitig sein, und somit haben wir die genannte Zeitgränze erreicht. Demgemäß erhebt sich die Vermuthung, daß der Schriftsteller, ben Elasar, welchem Moses b. Esra ein Lobgedicht weiht (Luzzatto in Kerem Chemed IV S. 88), Wohl der unsere ist — wie ich in Ozar nechmad II. S. 161 f. aufgestellt, — zu großer Wahrscheinlichkeit. Freilich wird der eigne Name nicht genannt und blos der Vatersname erscheint, es kommt ferner bei Moses b. Esra auch ein Abulhassan Esra ben Elasar vor, und so könnte an diesen, der doch schwerlich identisch mit unserm Jakob ist, das Gedicht gerichtet sein. Allein der Name unseres Jakob und seine schriftstellerische Thätigkeit ist doch jedenfalls weit bekannter, und bleibt eher anzunehmen, daß ihm das Gedicht zugeeignet ist. Und dies umsomehr, als wir Jakob ben Elasar auch als Dichter begegnen. Man ist nämlich schon längere Zeit mit dem dichterischen Versuche bekannt, welchen ein Jakob ben Elasar als einen hebräischen Pendant zum arabischen Hariri angefertigt und der in München handschriftlich aufbewahrt ist. Ich habe von demselben in Ozar nechmad II. S. 160 f. nähere Nachricht gegeben, habe dort nachgewiesen, daß das Jahr 93, welches darin vorkommt, spätestens 4993 (1233) sein kann, da der Codex bereits 5046 (1286) verkauft worden; es steht jedoch Nichts im Wege anzunehmen, daß 4893 (1133) gemeint sei, der Dichter demnach Zeitgenosse des Moses ben Esra gewesen sei. Gerade auf

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