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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 231

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 231 (sequence 71)
Language
German
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Umschau. 231 lichen ״ungenannten samaritanischen Geschichtschreiber", die zugleich manche unrichtige Behauptungen aufstellt. Es ist falsch (S. 89, Anm.), daß die Samaritaner ״Salem" Gen. 33, 18 als Eigen: namen ansehen, da sie im Gegentheil sogar טולום lesen. Abenteuerlich ist, daß, wenn etwa nachgewiesen ist, daß ein in Aegypten weilender Samaritaner sich der Uebersetzung der 70 bedient habe, damit auch die Annahme gerechtfertigt sei, die Hauptgemeinde der Samaritaner in Palästina habe ihren Originaltext —nicht blos ihre Uebersetzung! — ohne allen Grund nach jener griechischen Uebersetzung umgewandelt (S. 98 f.)! Eine solche kritische Methode richtet sich selbst. Dahingestellt bleibe, was von dem samaritanischen Charakter des ״Theodotos" zu halten ist (S. 99 f.); unrichtig jedoch ist, wenn ״die unbiblische Erwähnung von 10 Völkern, deren Land den Kindern Jsrael's gegeben werden solle, auf samaritanischen Ursprung hindeuten" soll, ״weil diese Zahl den 10 Stämmen des Nordreiches entspricht" (S. 100). Diese Zahl ist aber keineswegs unbiblisch, ist vielmehr Gen. 15, 19—21 angegeben! Jedochdie fleißige Forschung wird sich immer anregend erweisen, und die Ergänzung, die sie in folgenden Heften finden soll, wird gewiß mannichfache Belehrung bringen. 5. April. 38. Jahrbücher für jüdische Geschichte und Literatur. Von Hrn. Rabbiner vr. N. Brüll in Frankfurt a. M. ist der erste Jahrgang einer als periodisch sich bezeichnenden Schrift unter obigem Titel erschienen (Fft. a. M. Erras. V und 245 Seiten). Vier größere Abhandlungen behandeln ״die talmudischen Tractate über Trauer und Verstorbene", ״Adiabene", ״das Geschlecht der Treves" und ״fremdsprachliche Wörter in den Talmuden und Midraschim". Achtzehn kleinere ״Miscellen" sind von verschiedenartigem ansprechendem Inhalte. Es ist löblich, wenn wiederum auf die grammatischen Streitschriften zwischen den Menachemiten und den Dunaschiten aufmerksam gemacht wird, und zu der nachlässig gelieferten Ausgabe neue Berichtigungen gegeben werden (S. 226 Anm. 7). Freilich sind manche vorgeschlagene Verbesserungen sehr zweifelhafter Natur. So weiß ich nicht, was im Gedichte des Dunaschiten S. 6 V. 33 d. כעתר עננים, das auch nicht in das Versmaß paßt, heißen soll. S. 7 V. 40 a. ist יראו; (wie in der Bibel punctirt wird), fürchtet, ganz richtig; auch V. 45 b. ist לתלמידיו

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