Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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216 Umschau. unferm Sifra (Schemini Perek 5 § 7—9, ed. Weiß 50 b.) Befinden sich beide Ansichten neben einander, und zwar beide, ohne daß sie abweichenden Autoritäten beigelegt werden, die des be R. Jsmael nämlich in den Worten tjis?.... אין* לי אלא אלו מכין־ כל כיו&גא בו מותר, während die Stelle מת תל למינתו .... את תאר זבונית dem be Rab entspricht. Von Akiba aber ist hier gar keine Rede. Das Verhältniß des Sifra zu Jsmael und zu Rab und gar das des Sifre zu beiden ist eine Frage, die weit tiefer erfaßt werden muß, als daß sie durch solche rasche Einfälle entschieden werden könnte. 20. OeL. 33. Jellinek's ״Bet Ha-Midrasch". Von der Sammlung später ״kleiner Midraschim und dermischten Abhandlungen aus der ältern (?) jüdischen Literatur", welche Hr. Dr. Jellinek unter dem oben angegebenen Titel erscheinen läßt, ist uns nun ein fünfter Theil übergeben worden, welcher 25״ kleine Midraschim oder midraschartige Stücke" enthält (Wien. Winter. LXIY und 208 Seiten. 8.). Ueber den Werth dieser gehalt- und gestaltlosen Produkte einer spätern Zeit dürfte gar Mancher sich mit dem Hrn. Herausgeber im Widerspruch fühlen. Es gebrach dieser Zeit nun einmal an aller schöpferischen Kraft , und wenn sie dennoch schuf, so brachte sie ganz Unselbstständiges hervor, das von keinem Gedanken durchgeistet war und dem keine poetische Anlage Anmuth der Form verlieh, während die religiöse und die ethische Anschauung eine ungesunde war. So dürften denn Viele glauben, daß wir kaum eine Einbuße erlitten hätten, wenn diese Stücke nicht in die Oeffentlichkeit getreten wären, zumal ein guter Theil davon schon gedruckt war, nur etwa in selten gewordenen Ausgaben, ein anderer in andern Sprachen ganz zugänglich ist und hier nur in's Hebräische übersetzt erscheint, wovon einige Stücke sogar erst jetzt zum Zwecke dieser Sammlung neu übertragen wurden. Hr. I. ist, wie gesagt, nicht der Meinung und hielt die Herausgabe für wichtig genug. Jedenfalls hat er auch diese Sammlung mit Einsicht und Geschmack ausgestattet. Es sind von dem Herausg. nöthige Nachweisungen gegeben, obgleich man, um die Stücke in den Gesammtorganismus der Hagadah einzufügen, noch reichere Parallelen, namentlich mit älteren