Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Umschau. 211 als andere Gebrechen", damit noch ferner das biblische Gebot in Verbindung bringt, ״vor keinen Blinden irgend einen Anstoß zu legen" (Lev. 19, 4), wie die Aufnahme unter die Verwünschungen: ״Verflucht, wer einen Blinden auf dem Wege irre führt" <Deut. 27, 18, Fr. S. 21 f. und Anmm.): so find dies insgesammt unbegründete Behauptungen. Die Morgenbenediction bezieht sich auf die Betrachtung, daß dem Schlafenden das Auge geschlossen, er wie blind ist, und ihr schließt sich in ähnlicher Weise das Lob Gottes an, der die Nackten bekleidet, die Gefesselten löset, die Gebeugten aufrichtet. Der Ermahnung, dem Blinden keinen Anstoß in den Weg zu legen, geht in gleichem Sinne dies voran, dem Tauben nicht zu fluchen; der Fluch aber über den, der einen Blinden irre führt, gehört zur Classe der Verwünschungen gegen Vergehen, welche, weil im Verborgenen oder gegen Wehrlose begangen, sich der menschlichen Strafe entziehen. Diese Hinzufügungen und Berichtigungen sollen jedoch nur beweisen, daß die Behandlung im Ganzen eine sehr ansprechende rft, und sie wollen nicht als Tadel, sondern als Ausdruck meiner wahren Befriedigung an dem Büchlein gelten. 11. Sept. NS. vom 16. Oct. Erst jetzt ist mir die ganze Festschrift, welcher die bisher besprochene Abhandlung einverleibt ist, zugekommen; die Abhandlung des Hrn. Fr. nimmt dort S. 81-139 ein, das Ganze umfaßt 144 Seiten und ist von sieben lithographirten Tabellen begleitet. Auf den weitern literarischen Inhalt der Festschrift einzugehen, liegt außer unserm Zwecke; aber herzerquickend und geisterhebend wird es für jeden Leser sein, sich von dem hochherzigen Sinne und der Opferwilligkeit der Wiener zu unterrichten. Wo das Herz gesund ist, da kann auch die frische Geistesentwickelung im religiösen Gemeindeleben nicht zurückgehalten werden. 30. Die Bibel, mit besonderer Beziehung auf die Schule. Zwei eigenthümliche Schriftchen liegen uns vor. Das eine führt die Aufschrift: Ein kritischer Gang durch die heiligen Schriften der Juden oder neue Betrachtungen über das alte Testament und die Bibel überhaupt. Mit vielen auffälligen Citaten versehen. Von Junius, jr. (Zürich. Verlags-Magazin 1873. 40 Seiten kl. 8.), das zweite: Das Judeuthum in der Schule. Em pädagogischer