Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Umschau. 199 lich in dem letzten Buchstaben, dem Mem, etwas undeutlich ist, aber offenbar nichts Anderes sagen will, als daß die Ma'arbae ללן lesen, wie unsere Ausgaben, während allerdings die Massorah zu 1 Sam. 27, 6 auch die Lesart אלן־ als ein ״Sebirin" kennt. Auf- .fallend freilich bleibt nunmehr die andere Randbemerkung, welche die Verbindung אלן לעוקד mit einem 'ל versieht, da doch dieselben verbunden auch 3, 23 Vorkommen und nur auf die Verbindüng mit ללן die Bemerkung, daß sie nicht mehr so vorkomme, gehört; vielleicht ist diese Randbemerkung aber eine Fortsetzung der vorangehenden und will eben Jagen, daß nach der Lesart der Ma arbaö die beiden Worte verbunden nicht weiter Vorkommen. Abgesehen von dem durchgreifend abweichenden Punktationssysteme findet sich in dem als Probe mitgetheilten Stücke keine im Einzelnen abweichende Voealisation, eine einzige, die uns begegnet, ist Wohl entweder blos Schreibfehler oder erscheint uns als solche durch Abblassung des Zeichens. Wir lesen nämlich hier 5, 1 ובקעוו mit Chirek über Beth, was jedoch ein offenbarer Irrthum, da diese Form das Imperativ des Kal repräsentiren würde, das sonst von diesem Stamme nicht vorkommt, im Piel aber das Präteritum, das hier ungehörig ist. In der That scheint eine spätere Correctur das Pathach untergesetzt zu haben, das wieder ausgestrichen ist; es scheint ferner, daß man auch dem Kof ein Dagesch einfügen wollte, was jedoch der Art, wie der Vocal über dem Beth dargestellt wird, widerspricht. An anderen Stellen, wie in!לוה?, 5, 1 und הי , V. 2, sieht Segol oder Klein-Pathach wie Chirek aus, weil der zweite tiefer stehende Punkt mit der Spitze des Buchstaben (Sin, Chet) zusammengeflossen ist. — Wir begegnen hier ferner einer eigenthümlichen Zeichensetzung, die in alten Handschriften allerdings üblich ist, die wir jedoch hier anzutreffen kaum erwartet haben. Alte Handschriften pflegen nämlich den Buchstaben, welcher einem ruhenden Schewa folgt, durchgehends mit einem Punkt (Dagesch) zu versehen, wenn er auch nicht zu den Begadkefath gehört, was später aufgegeben worden. Nun verfährt das babylonische System überhaupt karg mit solchen Punkten, wie es sie z. B. bei Formen wie לבלה ,המה zurückläßt, dennoch treffen wir hier auf zwei Beispiele der oben angegebenen Art, indem das Resch in 30 ,4 תקלעי und das Zade in 1 ,5 תמ&או mit einem solchen versehen sind. Es mag sein, daß die Handschrift das Verfahren nur bei der Aufeinanderfolge zweier mit Schewa versehenen Buch-