Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Umschau. H. Weir, die, wenn auch nicht zwingend, doch ansprechend genug sind, um weitere Verbreitung zu finden. 1. In Ps. 65, 6 will Hr. W. für וים, nach Anleitung des Syrers, גוים lesen. ״Fernes Volk" komme auch Joel 4, 8 vor, die ״Enden der Erde" mit den ״Völkern" im Parallelismus der Sätze als entsprechend gesetzt, finde sich auch sonst, im Ps. 2, 8. 22, 27. Jes. 49, 6. Jer. 16, 19. 25, 31. — 2. Für *כלרדר־ Ps. 69, 8, das eine ungewöhnliche Form, will Hr. W. 1t המו lesen. Das 1t und ככ1י in Parallelen einander entsprechen, ist bekannt genug, und Hr. W. verweist besonders auf Hiob 19, 15. — 3. An mehreren Stellen schlägt Hr. W. vor א1ח zu lesen für א1ץ, namentlich wo das Wort mit נלי&ר ver- Kunden ist oder mit ihm parallel steht, dann auch wo es mit חיים verbunden ist. Mit 1נליטו steht es auch in unserm Texte zusammen Ps. 27, 11, und so, meint Hr. W., müsse es auch 143, 10 heißen, ^Shrer übersetzt, als stünde באדחך מו] ebenso aber auch in den Parallelsätzen 67, 5. Mit חיים ist א1ח verbunden Ps. 16,11. Spr. [5, 6.] 10, 17. 15, 24, und so dürfte denn auch für האהבות חחיים Ps. 116, 9 zu lesen sein 4 — .בא1חות. Für המופת endlich Ps. 71, 7 schlägt Hr. W. המו מת vor, was gut zu V. 20 stimme und seine Parallele in Ps. 31, 13. 14 finde. 4. Juli. 19. Celsus. Zu den ältesten Bekämpfern des Christenthums von Seiten des noch herrschenden gebildeten Heidenthums gehört der in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts lebende Philosoph Celsus. Seine Gegenschrift, ״das wahre Wort" genannt, ist wie andere derartige gleichzeitige und spätere Schriften uns nicht aufbewahrt geblieben, allein wir lernen deren wesentliche Bestandtheile sowohl ihrem Inhalte als auch meistens ihrem Wortausdrucke nach durch die Widerlegung des Origenes kennen. Sie hat, da sie zu den ersten Ursprüngen des Christenthums hinaufragt und von einem so hochverehrten Kirchenvater für würdig genug gehalten wurde, um ernst und ausführlich bekämpft zu werden zu allen Zeiten die Aufmerksamkeit christlicher Forscher aus sich gezogen, und es ward ihr allseitig die Anerkennung zu Theil, daß ihr Verfasser sich als einen denkenden, sehr unterrichteten Mann kundgiebt, der sich bemüht, in seinem Urtheile möglichst unbefangen und milde zu sein. Es ist natürlich, daß die Schrift dem Nicht-