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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · p. Seite 163

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 163 (sequence 3)
Language
German
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Umschau. 163 entbehrlich, und wenn die Nachkommen nun dennoch nach wieder einem halben Jahrhundert den Torso der Vergessenheit entreißen, so üben sie damit wohl ein Werk der Pietät, ohne der Wissenschaft einen besondern Dienst zu leisten. Genug, das Bruchstück ist nunmehr erschienen als „Erbe Juda's (Nachalath Jehudah), Glossen gegen Kunitz enthaltend u. s. w." (Lemberg 1873. VIII unpaginirte, 32,. aber richtig 36 '), Seiten, 8); es wird eingeleitet von einem Vorworte des Hrn. Bodek, es folgen einleitende Worte des eigentlichen Herausgebers, Hrn. Kirchheim, der auch ein seltenes Gedicht des Jakob Frances gegen die Kabbalah nochmals zum Abdrucke bringt (es war zum ersten Male in einem 1704 zu Venedig erschienenen Buche veröffentlicht worden). Abgesehen von diesem Gedichte, das historisch einen Werth beanspruchen mag, enthält die Einleitung des Hrn. K. einiges interessante Neue, so namentlich die Mittheilung nach Handschriften, daß selbst Recanati, der Verehrer des Sohar, diesen doch ganz einfach dem Moses de Leon zuschreibt. Die Bemerkungen Rap.'s selbst sind ganz zutreffend, wenn sie auch für jeden Unbefangenen und Sachkundigen ziemlich überflüssig und meistens selbstverständlich sind. Für den Osten freilich mag auch heute noch die Schrift nicht ohne alle Bedeutung sein, zumal sie, wie es scheint, eigentlich blos eine Beilage zu einer neuen Ausgabe des Mitpachath bilden soll. Wir wollen sie demnach mit den besten Wünschen begleiten, daß sie dort eine nützliche Wirkung übe. 6. April 1873. II. Einzelnes. Einzelnes aus Rap.'s Nachlasse bietet uns Hr. Kirchheim im vierten Jahrgange des ha-Schachar. Eine größere zusammenhängende Arbeit liefert uns daselbst S. 293—300 über Maimonides, namentlich über dessen Commentar zur Misch nah. Da Rap. sogleich am Anfänge des „Darke ha-Mischnah" von Frankel gedenkt, so sind diese Notizen frühestens 1859 zusammengestellt, und ist es in hohem Grade auffallend, daß da meines bereits 1850 erschienenen Heftes: „Moses ben Maimon, Studien" *) Es ist nämlich zwei Male 25—28 paginirt.

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