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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 3 (1872) · p. Seite 234

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
3 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 234 (sequence 74)
Language
German
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234 Aus Briefen. Genesis Sachen sein, die aus fernem Osten hergewandert sind — und das vermuthe ich auch - so sind die doch so umgearbeitet und so uralt, daß man directe Beziehungen in den parsischen Schriften nicht wird Nachweisen können. In Babylon ist allerdings ein alter Mischkessel für iranische und semitische Ideen gewesen, daran zweifle ich nicht, aber in der Art, wie Hr. Kohut verfährt, läßt sich Nichts machen. Ebensowenig bin ich mit dem einverstanden, was er über das Buch Tobit sagt. Sie haben glücklicherweise ein paar Frage- Zeichen hinzugefügt und dadurch angezeigt, daß Sie an das Ganze nicht glauben. Also in der Zeit des Origenes, der, wie K. selbst angiebt, das Buch als nicht bei den Juden vorhanden (also doch von anderer Seite als heilig verehrt) angiebt, soll man im persischen Reiche ein griechisches Buch geschrieben haben! Denn daß der griechische Text der ursprüngliche, läßt sich haarscharf beweisen. Und dabei hat der Vrf. Tobit's keinen Begriff von den geographischen Verhältnissen der Gegenden, in denen er geschrieben haben soll. Es fehlte nicht viel daran, daß K. die beiden hebräischm Texte, deren Verhältniß zu den andern schon Fritzsche festgestellt hat (der eine ist aus dem Yetus Latinus gemacht), zu relativ ursprünglichen macht. Uebrigens hätte sich K. erinnern sollen, daß Masenderan נלאדכדראן־, nicht "בלצב geschrieben wird. Daß Sie Lorsbachs rühmend gedenken, freut mich recht; ich habe große Achtung vor L., seit ich mich zum ersten Mal mit den Mandäern beschäftigt habe. — Nicht ganz einverstanden bin ich mit Ihnen über das, was Sie von den Punkten sagen. Das Dagesch ist eine sehr heilsame Sache. Allerdings gebe ich Fälle wie 2 נל?ןדפוc. mit Freuden preis; das war eine von vielen Schrullen. Aber die Verdoppelung der Buchstaben zu kennen, ist für den Linguisten von größtem Werth. Ich gäbe sehr, sehr viel darum, wenn sie im Mandäischen bezeichnet würde. Und auch Dag. lene hat seinen großen Nutzen (NB. ד wird von den Syrern wie 3 oder das englische tb in the, theire, brother gesprochen, wohl zu unterscheiden von n o th in thorn; worth 2c. — 5 sprechen sie wie das holländische g, ungefähr wie das wird im Hebr. ebenso gewesen sein): so kann ich z. B. aus ללכי_ sehen, daß das 7 ein mobile, also ursprünglich ma־leche zu lesen, was für den Ursprung der Form von großem Belang ist rc. Daß diese Regeln für Dagesch und Raphe nicht willkürlich sind, zeigt die

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