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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 3 (1872) · p. Seite 230

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
3 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 230 (sequence 70)
Language
German
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230 Aus Briefen. und unter אקום Wohl על לעל. Die erste Zeile ist nicht grade, so daß die Mittlern Buchstaben dem sondern etwa so Leuchter sehr nahe stehen. Die Form der Buchstaben ist alterthümlich, namentlich der erste 7, das 2, 12 und ק) ק). Was die Inschrift bedeutet und wie sie zu lesen ist, ist mir, obgleich der Werth jedes einzelnen Buchstaben kaum zweifelhaft ist, nicht klar. Der zweite Stein ist noch merkwürdiger; derselbe ist lang und schmal; in der Mitte folgendes Emblem: hzl, das ich nicht zu deuten weiß, oben folgende sehr deutliche Inschrift: der erste Buchstabe sieht ganz wie ein phöniz. ג aus, der 2. ist ein Df der 3. sicher ein ט, wie es auch auf den Grabsteinen von Tschuft-Kale vorkommt (cf. 18 hebr. Gräbst. Tafel II, 3, Z. 2 u. 4. III, 3, 3), der 4. natürlich ר. Was bedeutet aber *סטו:*? Ist es ein Eigenname? und woher hier das Phöniz. .1? Diese beiden Steine werden auf meinen Wunsch hierher gebracht werden, so daß ich Gelegenheit haben werde, die Originale zu untersuchen. Vom 7—21. Dec. a. St. tagte hier eine Archäologen-Versammlung, wo unter andern, in der Krim selbst aufgefundenen Alterthümern auch 4 hebr. Gräbst, gezeigt wurden, die bei Theodori in der Gegend von Pheodosia, also auf der Westseite des Meerarms, welcher die Halbinsel Taman von der Halbinsel Krim trennt, gesunden wurden. Diese Steine sind den in Taman gefundenen ähnlich. Auf einem Steine finden sich die oben erwähnten Embleme nur sehr flüchtig eingegraben ohne irgend eine- Inschrift; auf dem 2. dieselben Embleme, aber besser ausgeführt und oben nur das eine Wort שלום, wobei das ו und das ם sonderbare Formen haben. Der 3. Stein ist ein Schieferstein und daher mit sehr zerbröckelter Oberfläche; die Embleme sind.- dieselben wie aus den andern Steinen, aber oben eine Inschrift von 4 Zeilen, die aber leider fast ganz unleserlich ist, weil die Buchstaben nicht tief eingegraben und die Oberfläche zerbröckelt ist. Der 4. Stein hat nur einen Leuchter und oben eine Inschrift von mehreren Zeilen; da aber der obere Theil des Steines abgebrochen ist, so konnte ich nur die 2 letzten Zeilen entziffern, welche lauten: ד?כוד*ן תנוח | נפשו. Das letzte Wort findet sich unter dem Leuchter und zwar נס rechts und שו links desselben.

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