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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 3 (1872) · p. Seite 229

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
3 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 229 (sequence 69)
Language
German
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Aus Briefen. 229 aber diese Worte können vielleicht nur das Ende einer längeren Inschrift sein. Die einzelnen Worte sind durch einen ziemlich großen Zwischenraum von einander getrennt. Sehr merkwürdig ist diese sicher alte Inschrift wegen des Punktes über dem 2, welcher unzweifelhaft ein Zeichen für Rafe ist, und dies zeigt darauf hin, wie früh man schon angefangen hat, diakritische Zeichen zu setzen, und wohl auch darauf, wie dieselben, ähnlich wie im Syrischen, sich allmälig aus kleinen Anfängen entwickelt haben. Ich mache Sie hier aufmerksam auf eine Stelle in den Othioth des 'Akiba, wo es vom ב heißt ויען לו נקודה! מלבלעלן ויען לו נקודה! כללבלטן• מאחוליו (diese Stelle findet sich in dem von Derenburg herausgegebenen N3.NU6I du lecteur, Journ. As. b, 16, 1871, p. 817; die anderen gedruckten Ausgaben des Büchleins besitze ich nicht). Auf der Halbinsel Taman, auf der Stelle, oder in der Nähe der Stelle, wo früher Phanagoria, später Tamatarcha, Matarcha, Tmutarakan, Taman (lauter Benennungen eines und desselben Ortes, die auf einander folgten) fand man 1866 verschiedene.Grabsteine mit den bekannten Emblemen: Leuchter, (großes Format, das fast den ganzen Stein ausfüllt) und daneben in kleiner Form Lulab mit offenen Aesten, dann ein Ding, das man für Ethrog halten könnte, und ein Schofar (ganz unzweifelhaft ein solches und kein Oelkrüglein). Nur ein Stein hat oben in einer schmalen Nische eine hebr. Inschrift in Quadratbuchstaben, die keine besonders alten Formen aufzuweisen haben; die andern Steine haben gar keine Inschriften. Der Stein mit den hebr. Inschriften wurde mir vom Grafen Strogonoff, dem Präsidenten der archäol. Com- Mission, welche mit Ausgrabungen verschiedener Stellen beschäftigt ist, zugeschickt. Ich erklärte die Embleme auf diesem, wie auch auf den andern Steinen und las die ziemlich deutliche Inschrift: בזה כלר (sic) הקבר וזנח; hier ist die Vertiefung zu Ende und unter den Buchstaben נלד scheinen noch ein Paar Buchstaben eingegraben gewesen zu sein, die aber nicht mehr lesbar sind; es ist Wohl [פלל[ים zu lesen. Unlängst erhielt ich zwei Photographien von 2 im Jahre 1870 dort aufgefundenen Grabsteinen mit sehr merkwürdigen Inschriften. Auf einem Stein findet man Leuchter, dann links von demselben ein Schofar, rechts ein undeutliches Ding, und folgende Inschrift: כטחזנלול ללאקוס. — Mit der Lupe bemerkte ich, daß unter dieser Zeile noch einige Buchstaben sich finden und zwar rechts von den ersten 3 Buchstaben etwa ר צ י oder ת ען כ,

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