Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 3 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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226 Aus Briefen. Mit der Zahl des Brachjahres im Chinnuch geht es nicht mit Rechtem zu; ich habe auch fö anstatt י״ז vermuthet, was Dr. Rosin, wie ich aus Ihrer Umschau sehe (die Abhandlung ist mir noch nicht zu Gesichte gekommen), auch vermuthet; ich habe die Bemerkung an eine Ztschr. geschickt, hoffe aber, daß dieselbe nun nicht erscheinen wird. Die hiesige Hschr. Mich. 523, die ziemlich alt (wenigstens aus Ende des XIV. Jahrh.) und correct ist, hat auch י״ז. Ich werde Ihnen mittheilen, was die Pariser Hschr. haben, da der Katalogist nur einfach dem Ahron Hal-Levi das Werk zuschreibt. Assemani's Daten setzen Einen oft in Verlegenheit. So behauptet er (Cod. 292), daß Moses ben Thabon sein -pp ס' ערכם im Jahre 1502 sei. — 1191 vollendet hat. Nun wenn er auch nur 16 Jahre alt war, was kaum möglich ist, als er das Merkchen schrieb, so müßte er im Jahre 1274, wo er das Compendium des Almagest vollendete, und welches als sein letztes Werk angesehen wird, 99 Jahre alt gewesen sein; ein solches Alter würden aber die Chroniker nicht verschwiegen haben. Nun sagt aber der Pariser Catalog (Cod. 947), daß Moses den Mittlern Comm. des Averroes de Anima im Jahre 1303 (nach einer Randglosse im Jahre 1301) vollendet hat; so wäre Moses 126 oder 128 Jahre alt geworden. Die Sache ist zwar nicht unmöglich, aber es würde eines solch hohen Alters Erwähnung geschehen sein. Ich will bei Gelegenheit noch bemerken, daß Moses ben Th. in seinem Comm. zu שדש Stellen im Namen seines Onkels (דורי) zitirt, die sich buchstäblich im Malmad finden. Nun nennt sich aber Antoli den Schwiegersohn des Samuel Th. und Moses wäre daher sein Schwager, möglicher Weise war er jedoch auch sein Onkel. In der ungarisch-jüdischen Wochenschrift Nr. 26 hat Hr. Rabb. Dr. Kohut interessante Vergleichungen arabischer Legenden mit jüd. Quellen; der Artikel legt Weil's Buch zu Grunde und läßt Ihrer gekrönten Preisschrift ״Was hat Muhamed aus dem Judenthum genommen" Gerechtigkeit widerfahren. Hier wird in Nr. 11 die Legende ״Gott schloß dann ein Bündniß mit Adams Nachkommen; er berührte nämlich seinen Rücken und siehe da, alle Menschen, welche bis zu Ende der Welt geboren werden, krochen aus seinem Rücken (!) hervor", zitirt. Hr. Di*. Kohut meint, daß hier eine Anspielung auf die bekannte Stelle אין בן דרד בא עד שיכלו דכשבלות שבגוף (Abodah Zarah 5 a und Parall.), und die Legende hätte 3וף gleichbedeutend mit גב genommen. Das ist leicht zu