Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 3 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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194 Recensionen. für die schon anderweitig durch die Angaben des Thalmud feststehende Thatsache, daßdieVersetheilung erst nach mannichfachen Schwankungen zu ihrer jetzigen festen Gestaltung gelangt ist. Verlassen wir nun dieses wegen seiner Wichtigkeit zu größerer Ausführlichkeit veranlassende, aber noch zu viel umfangreicheren Untersuchungen auffordernde Gebiet der Madinchaö und Ma'arbas, so gelangen wir nunmehr zu der Rubrik, welche in Jesaias die siebente und in Genesis die vierte bildet; sie handelt über die Abweichungen zwischen Ben-Ascher und Ben-Nafthali. Die Gegenstände, welche die Differenz zwischen diesen beiden Schulen bilden, betreffen sehr untergeordnete Punkte, in welchen dieselben ein etwas abweichendes System befolgen. Sie werden von Hrn. B. mit gründlicher Sorgfalt und Einsicht behandelt, haben jedoch nicht den Werth, um ihnen noch mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden; das Wichtigste ist bereits in dieser Ztschr. Bd. Ill S. 99 ff. hervorgehoben. Ueber die Differenzen in der Punctirung und Lesung des Namens יששכר ist oben S. 101 Genügendes mitgetheilt, sowie der Irrthum, נלוזזורא רבדן mit Ben-Nafthali zu identificiren (Genesis S. 83 Anm. 3), oben S. 142 berichtigt ist. Die letzte, die achte Rubrik bietet eine Uebersicht maßorethischer Bemerkungen und ist dreitheilig. Unter A stellt sie die Khethib und Keri des betreffenden Buches zusammen, welche jedoch schon im Texte verzeichnet sind. B enthält eine Anzahl maßorethischer Randbemerkungen von sehr verschiedenartigem, manche von sehr zweifelhaftem Werthe, da sie späte nakdanische Tüfteleien sind. Dahin gehört z. B. die Angabe des!נ' ד!פוכד zu Gen. 11, 32, die noch dazu Hr. B. ganz unrichtig erklärt, vgl. diese Ztschr. Bd. III S. 82. Etwas Fruchtbareres hätte Hr. B. gethan, wenn er statt solche Spielereien zu sammeln, vielmehr die נלטעיך und die סבירין zusammengestellt hätte, die uns Fingerzeige über alte, nur zum Theil irrige, zum andern Theile absichtlich beseitigte Lesarten gegeben hätten. 0 endlich bietet den maßorethischen Schluß des Buches, in welchem wir zu unserm Befremden eigne Zusätze, ja sogar willkürliche Aenderungen finden, wie wir sie dem treuen Anhänger der Maßorah nicht zugetraut hätten. Neben dem von der wirklichen Maßorah nämlich Verzeichneten, und zwar der Verseanzahl, dem mittleren Verse, den Sedarim (für Genesis noch den Wochenabschnitten, den offenen und geschlossenen Paraschen) lesen wir ferner