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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 3 (1872) · p. Seite 191

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
3 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 191 (sequence 31)
Language
German
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Recensionen. 191 festhalten, können wir übergehn. Eine andere, welche zu Jesaias die dritte, zu Genesis die sechste bildet, gibt die Stellen an, in welchen Worte durch ein Peßik *) getrennt sind. Dieses Trennungs- Zeichen will fast durchgehends nur eine Ermahnung an den Leser sein, die Worte nicht in einander zu schlingen, und steht daher, wenn ein Wort wiederholt wird oder das folgende Wort mit dem Buchstaben beginnt, mit welchem das vorangehende schließt, und dergleichen. Zuweilen jedoch will es im Lesen zwei Wörter trennen, die dem Sinne nach zwar verbunden sind, aber gegen Gott ehrverletzend klingen. So wird Jes. 21, 8 בלננפד von אדני geschieden, weil בלננפה א׳, wie punctirt werden muß, die Gotteswarte, von Gott unschicklich klingt, wie Luzzatto z. St. richtig bemerkt (vgl. diese Ztschr. Bd. II S. 272). So wird ferner 37, 17 der Gottesname von dem Ohr, אזכך, getrennt, wie Aehnliches Urschrift S. 325 beobachtet ist, und das. 24 von ״schmähen" חרפת, wie von gleichbedeutenden Ausdrücken, die mit Gott zusammenzustellen unschicklich klang, Aehnliches Urschrift S. 267 ff. nachgewiesen ist. — In einer vierten Rubrik zu Jesaias, einer siebenten zu Genesis werden die ״Sedarim" aufgezählt, und zwar für letzteres Buch mit Ergänzung der in andern Drucken fehlenden einen Seder-Abtheilung (vgl. oben S. 22), und eine fünfte stellt Sätze einander gegenüber, welche in ihren meisten Bestandtheilen gleich sind und nur durch kleine Ab- Weichungen sich von einander unterscheiden. Von besonderer Wichtigkeit ist die Zusammenstellung der Ab- Weichungen zwischendenMadinchäö, Babyloniern, und Ma'arbaö, Palästinern in Rubrik VI zu Jes., III zu Genesis. Denn allerdings finden sich auch im Pentateuch solche Varianten, wie in Bezrehung darauf sowie auch in Betreff dessen, daß die Verschiedenheit nicht blos den Consonantentext, sondern Zuweilen lediglich die Ausspräche, die Vocalisation trifft, Hr. B. richtig gegen Elias Levita feststellt (Gen. S. 81 Anm. 1). Das war schon Urschrift S. 483 (vgl. nach S. 253 und 404 f.) hervorgehoben. Nicht angemessen erscheint es mir, wenn Hr. B. unter diese Varianten drei Male zu Genesis wie zu Jesaias auch das Wort בלנלנר, das in der Bedeutung ״von uns" die Babylonier בלבלכו lesen, aufnimmt. Das *) Ganz unbegründet ist, wenn Hr. B. (Genesis S. 91 Anm. 1) פסק. gelesen haben will, ebenso wenn (daselbst S. 95) vier Mate כקוד statt des hier allein richtigen כקוד punktirt wird.

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