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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 2 (1871) · p. Seite 144

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
2 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 144 (sequence 64)
Language
German
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Aus Briefen. 144 nennen, selbst da, wo er strikt gegen die talmudische Halacha ist. So erklärt er z. B. wie I. E. die Doppelverse Num. 36, 7 und 9, daß das Gesetz: eine Tochter, die das väterliche Besitzthum geerbt habe, dürfe nur aus dem väterlichen Stamme heirathen, nicht tränsitorisch sei und nur für die Zeit der Besitzergreifung des Landes Gültigkeit habe — wie der Talmud, M. b. Nachman und das Targum erklären. Er fügt hier das auch von Kimchi zitirte Zusatz-Targum bei: Die Mutter von Jiftach sei deshalb 7ו2ה genannt, weil sie gegen das Gesetz einen Mann aus einem andern Stamme geheirathet habe und dadurch ihr väterliches Erbgut dem Stamme desselben entzogen wurde. Der Vers, findet auch nicht die mindeste Bedenklichkeit zu sagen, daß die Worte (Deut. 12, 21): ״Du sollst schlachten, wie ich Dir befohlen habe/'' sich nicht auf die traditionellen Schlachtregeln beziehen, — womit man noch in unserer Zeit die alte Lüge einer sinaitischen Tradition beweisen will —, sondern האשד צויתיך בקדבכות, wie ich Dir bei den Opfergesetzen befohlen habe 1). — Von R. Dan theilt er 2 Erklärungen mit (S. 64, 99); an erster Stelle sagt er: Moses habe deshalb die Tochter eines heidnischen Priesters zur Frau genommen, um durch dessen Ansehen vor Verfolgung geschützt zu sein. Von M. b. Maimon sind außer den Zitaten aus M. Neb. noch zwei Schrifterklärungen angeführt (91, 220); die zu Deut. 29, 28 können wir aber schwerlich Maimon. zuertheilen. Den Vers: Das Verborgene ist Gottes re. soll nämlich derselbe so erklärt haben: Der Zweck und die Grundursache aller Gesetze sind Geheimnisse, die den Menschen verborgen und nur Gott bekannt sind; sollte nun Jemand die Ursache der Gesetze entdeckt zu haben glauben, so dürfe er nicht hierdurch sich von deren Ausübung entbunden halten, denn die Handlungen ״des Offenbares" sind für uns rc. rc. Bachja stimmt diesem Gedanken bei, aber nicht seiner Anwendung auf die Schriftworte. S. 181 sagt er: Elias durfte sich als Cohen an dem Sohne der Zarfatith verunreinigen,!לפי שהיה בן גדיד, was sowohl dem Talmud wie גפרית וכו passender wird; nur muß man noch d> וי beifügen. Vgl. auch Chiskuni z. St. Ein italienischer Arzt hat diese falsche Erklärung als eine neue eigene Entdeckung in einer Brochüre mitzutheilen für nothwendig gehalten. ג) Daß Dies die alte, von Sifre ausbewahrte Auffassung ist/ ist oben S. 42 näher erörtert. G.

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