Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 2 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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II. Onkelos. 95 V. 26,נלעופן und 5 מעכן Mos. 18, 10.14 — 3 חדים Mos. 21, 18 — עגריע das. (anders beim Thiere das. 22, 23) — גבין und דוקיא das. V. 20 — מויתא das. 22, 27 (vgl. Pathschegen in Oheb ger S. 58) — 4 כזד Mos. 6, 2. 3. 5. 6. 12 — alle diese Wörter sind lediglich aus dem hebräischen Texte ausgenommen und etwas chaldäisch zugestutzt. Hat er ja ebenso 2 Mos. 2, 5 das Wort!אנלתדז beibehalten, obgleich er es in der Bedeutung von ״Arm" nimmt. Dieses Verfahren wird hie und da auch in dem babylonischen Thargum zu den Propheten fortgesetzt, jedoch dort seltener, weil es sich freier bewegt, während das jerusalemische Thargum zum Pentateuche sich der hebräischen Eindringlinge erwehrt. Aber in dieser ängstlichen Treue, die ebenso der eignen Sprache Gewalt anthut wie sie dem Verständnisse nicht Genüge leistet, nur um nach allen Seiten hin freien Raum zu lassen, um nicht abzuschließen, zeigt sich die Unselbstständigkeit einer späteren Zeit. 3. Auch seine Erklärungen bekunden seine Bekanntschaft mit den Resultaten, welche erst in einer späteren Entwickelung der Halachah und Hagadah angenommen worden. Es ist darauf schon mehrfach hingewiesen worden, und mögen hier nur die schlagendsten Stellen hervorgehoben werden. Wenn er allein unter den Thargumen in 1 Mos. 3, 22 die Worte dahin faßt: Der Mensch ist geworden wie Einer, der fähig ist aus sich Gutes und Böses zu erkennen, so folgt er hierin der erst von Akiba neu aufgekommenen Deutung, welche auch Shmmachus und der Samaritaner wiedergeben (vgl. Urschrift S. 329 und diese Ztschr. Bd. I 5. 42 f.). — Das jeruf- Th. I kennt noch keine Deutung der Pluralform -1 דמי Mos. 4, 10, Wohl aber Onkelos (und die Ueberarbeitung des jerus. Th. in II) nach der Relation, wie sie bei uns in Mischnah Sanhedrin 4, 5 steht (vgl. Urschrift S. 473), die aber Wohl da eine spätere Glosse ist und erst in Bereschith rabba 6. 22 ihre ursprüngliche Stelle zu haben scheint. — Er erklärt דנבמצאת das. 19, 15 mit ״treubefunden" nach dem späteren Midrasch (vgl. das. S. 459). — Die seltsame Auffassung von גבבתי das. 31, 39 mit ״ich habe gehütet" ist erst allmälig aufgekommen (vgl. das. S. 460 ff.). — 2 ואבחדו Mos. 15, 2 zu übersetzen: ich will ihm eine Wohnung erbauen, ist erst von Joße dem Sohne der Damascenerin aufgestellt worden; ihm folgt Onk. (vgl. das. S. 465). — Wenn er 3 Mos. 13, 45 nicht wagt, פרוע wie sonst (das. 10,6. 21, 10) Zu übersetzen: mit wildwachsendem Haare, so