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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 147

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 147 (sequence 151)
Language
German
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Umschau. 147 Anhang bei, der ohne eigentlichen Zusammenhang mit dem Vorangegangenen wie mit der ganzen Tendenz des Buches eine scharfe Polemik gegen den Rabbinismus eröffnete, unter dem Titel: Chotham Thokhnith. — Das ganze Werk nun, Ahron's, Jakob's und Firkowitsch's Arbeiten umfassend, trägt den Namen: Mibchar jescharim. Das Buch hat, wie es scheint, kein besonderes Titelblatt, schließt sich aber als zweiter Theil dem Mibchar an; den Schluß macht wieder Firk. als ״Corrector und einer der Genossen, welche die Druckerei errichtet", mit einem hebräischen Gedichtchen und einem tatarischen Nachworte 1). Wir sehn, wie Firk., sobald er selbstständig zu schriststellern begann, in die Polemik gegen den Rabbinismus getrieben wurde; auch in seiner Ergänzung des Commentars zum Jesaias nimmt dieselbe eine ganz unpassende Stelle ein. Es ist daher sehr erklärlich, daß sich das Verlangen in ihm verstärken mußte, die Streitschrift, welche er druckfertig liegen hatte, und deren er bereits in ״Chotham Thoknith" (49 d) gedenkt, in die Oeffentlichkeit zu bringen. Konnten dazu die Mittel des obengenannten Vereins nicht verwendet werden, da derselbe blos ältere Werke zum Drucke zu befördern sich vorgesetzt, so fanden sich doch für die selbstständige, im vollsten Parteiinteresse des Karäismus abgefaßte Schrift eines bereits zu solchem Ansehen gelangten Mannes Gönner genug, die die Herausgabe ermöglichten. So erschien denn 1838, auch wie die früher genannten, in Goslow (Kosloff, Eupatoria), aber in kleinem Oetav, während die älteren Werke als stattliche Folianten vor die Augen traten, das Büchlein: Massah u-meribah (156 Doppelseiten). Die Schrift ist ganz im Geiste und in der Form des alten Karäerthums abgefaßt. Mit Juda Hadasfi knüpft er an die Zehngebote an, sein Büchlein nach ihnen eintheilend; mit ihm und andern älteren karäischen Lehrern wählt er die dichterische Form, schreibt er in Strophen und Reimen, die freilich alles dichterischen Gehaltes baar sind, wenn auch seine Sprache gewandter ist als die seiner Vorbilder. Auch im Inhalte unterscheidet sich seine Polemik nicht von der seiner Vorgänger. Neue Motive, Fortx) An dem Drucke von Eschkhol ha-khofer des Iuda Hadassi und von 'Ez chajim des Ahron ben Eliah, die auch bald folgten, finden wir eine Betheiligung Firkowitsch's nicht erwähnt; auch nicht in Abne. 10»

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