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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 130

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 130 (sequence 134)
Language
German
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130 Recensionen. ähnlicher Weise die der Psalmen. Die hinzugefügte durch Tischendorf neu besorgte Ausgabe der Uebersetzung des Hieronymus — die, wenn ich nicht irre, neuerdings auch von L a g a r d e veranstaltet worden — scheide ich von der Betrachtung aus, und beschränke ich mich auf eine Anzeige der Textausgabe. Wir können nur unser früheres Urtheil wiederholen; auch hier ist die hingebendste Sorgfalt auf die Herstellung eines der Massorah entsprechenden Textes verwendet, und auch die kleinen Schwächen, welche Hr. B. mit einer gewissen Zärtlichkeit Pflegt, sind nicht abgelegt. Dahin gehört z. B. wenn er im Widerspruche mit der geltenden Punctation, die auch Jekuthiel und Heidenheim (vgl. En hakore zu Gen. 32, J1) befolgen, aber übereinstimmend mit anderen Autoritäten, die Dagessirung des 2 vor Mem unter allen Umständen aufrecht erhält (vgl. S. IX und Anm. 6), wenn er fortfährt, die Vocalisation כלנלכו unter die Madinchae-Abweichungen aufzunehmen (zu 2, 3 und 103, 12 S. 162 f.), während sie zu den durchgreifenden Punetationsverschiedenheiten gehört und daher in der Liste der ״Chillufim" nicht verzeichnet ist. Er nimmt in seinen Text die LA. ביקרותיך Ps. 45, 10 auf, welche die des Ben- Nafthali ist, ohne einen Grund anzugeben; er bezeichnet (S. 189 Anm. 1) die s. g. rückwärts gekehrten Nun als Klammern, während sie Versetzungszeichen sind. Auch seine Schiußmassorah (S. קלב und 190) ist wieder eine Unterschiebung, die vielleicht schon Jemand vor ihm unternommen, die er aber darum dennoch aufzunehmen nicht berechtigt ist. Die hier gemachten Angaben gehören eben nicht der alten Massorah an, und er führt den unkundigen zigsten des Monats der Mond hindurch . . ., da erklärte Gamaliel, daß ihm durch Tradition seststehe, daß der Mondmonat nie weniger als 29 Tage umfassen könne. Spatere Kalenderweisheit glaubte nun sdie 28 oder 27 Tage in 29 verwandeln und (§.] hier noch 12 Stunden und 793 Theile hinzufügen zu müssen, was ganz ungehörig ist. Denn hier ist die Rede von Sichtbarwerden des Mondes, dies kann erst nach Ablauf von 29 vollen Tagen (und nicht später als nach Ablauf von 30 vollen Tagen) hervortreten, weil eben der Mond nur des Abends am Anfänge der Nacht sichtbar wird; es handelt sich demnach um ganze Tage, aber wahrlich nicht um Stunden und Theilchen. Noch Vieles würde in Schw.' Buche zu nöthigen Berichtigungen Beranlassung geben, doch werden die Sachkundigen diese mit Hülfe meines Buches von selbst ausfiuden.

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