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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 128

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 128 (sequence 132)
Language
German
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128 Recensionen. nichts Besseres thun konnten, als die Länge des tropischen Jahres mit Ptolomäus anzunehmen *), weil sie mit dem 19jährigen Cyklus am genauesten übereinstimmt, ja selbst noch genauer, als das tropische Jahr nach der Tekufa d. R. Adda, mit welcher unsre Chronologen unsere Kalender so unnütz verherrlichen wollen. Seite 78 kommt der Vfr. auf die veränderliche Länge der Mondes-Chklen zu sprechen, und indem er des bekannten 247jährigen Cyklus von Nachschon erwähnt, weist er nach, daß dieser Cyklus in Bezug der Kwioth keineswegs periodisch ist; er verfehlt aber Hauptsächlich die merkwürdige Eigenschaft dieses Cyklus in unserm Kalender zu erklären, daß er nämlich ein Cyklus der Dchijoth ist, in welchem alle Unebenheiten der Dchijoth wieder ausgeglichen sind und wiederkehrend kommen. Denn jeder Cyklus enthält immer 111 überschüssige Jahre, 63 mangelhafte und 73 regelmäßige Jahre, mithin sind in unserm Kalender 247 Sonnenjahre — 3055 Monden 90216 ganzen Tagen gezählt. Seite 113 kommt der Vers, auf die beschleunigte Bewegung des Mondes zu sprechen, und eitirt die Laplace'sche Formel, welche ich vor 34 Jahren das erste Mal in meinem Werke Tholdoth ha- Schamajim angeführt, und auf den Grund der Verschiebung unsrer Moldoth aufmerksam machte. Der Verf. sollte aber die neuere Untersuchung von Hansen anführen, welche die beschleunigte Bewegung des Mondes genau auf 12 Bogensekunden in jedem folgenden Jahrhundert gefunden hat; die Laplace'sche Theorie konnte nur auf 6 Bogensekunden für jedes Jahrhundert ausreichen, die noch fehlenden 6 Bogensekunden, glaubt man jetzt, sie seien in der Verlängerung des Tages auf unsrer Erde zu suchen, die, gegen die Behauptungen von Laplace, seit Jahrtausenden etwas zugenommen hat, die Verlängerung des Tages hat wieder ihren Grund in der Ebbe und Fluth auf der Erde. Uebrigens habe ich schon längst nachgewiesen, daß nicht die seculären Störungen des Mondes allein die Ursache der Verschiebung der Moldoth in unserm Kalender sind, sondern es vielmehr noch von der Epoche der ersten Mondes conjunction in den Ptolornäischen Tabellen herrührt, aus welchen man damals unsre Moldoth entnommen hat 2). Schitomir im Februar 1873. CH. S. Slonimski. ף Siehe meine Abhandlung in Frankels Monatschrift 1864 S. 140. 2) Der Versuch von Schw., die vier Dehioth dahin zu deuten, daß sie dazu bestimmt seien, um die Feier des Neujahrs dem wirklichen Sichtbar-

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