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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 117

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 117 (sequence 121)
Language
German
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Ginsburg: Jakob b. Chajim. 117 nannte Buch, und zwar direct durch einen nach England reisenden Freund. Daher die verspätete Anzeige des Buches, welches Vielen aus dem Continent willkommen sein würde, wenn es zu haben wäre. Eine deutsche Bearbeitung wäre daher ein verdienstliches Unternehmen! <J060b ben Chajim ben Jsaak ibn Adonijah, von spanischen Juden abstammend, lebte längere Zeit in Tunis, wo im Anfänge des 16. Jahrhunderts auch Abraham Zakuto, der Verfasser des Juchasin, und Moses ben Jsaak Alaschkar, bekannt als Kabbalist und Philosoph, ihre Wirksamkeit ausübten. Als aber der Cardinal Timenes (1509) mit einem Heere unter Führung des Pedro Navarro in Afrika erschien, um die Moslemin gewaltsam zu bekehren, als Bugia und Tunis capitulirt hatten, mußten auch die Juden fliehen. Lange irrte Jakob umher, bis er endlich in Venedig die Bekanntschaft Daniel Bomberg's machte, wie er Dies selbst berichtet (6d. Ginsb., p. 3 8). Im Verein mit dem berühmten Drucker entfaltete Jakob eine staunenswerthe Thätigkeit. Der babylonische Talmud, der jerusalemische, Nathan's Coneordanz, Maimuni's Jad ha-chazakah wurden 1520 — 1524 unter seiner Mitwirkung gedruckt. Dann folgte sein Hauptwerk: die rabbinische Bibel, in vier Foliobänden (1524—1525). — Wenn Ginsburg S. 38, Anm. sagt: This introductory formula is only to be found in the editio princ'eps of the Rabbinic Bible, edited by Jbn Adonijah himself”, so ist der Ausdruck mindestens ungeschickt gewählt, denn bekanntlich hat schon Felix Pratensis beinahe ein Jahrzehnt vorher die erste ״rabbinische Bibel" herausgegeben. G. hätte sagen müssen: ״the ed. pr. 01' Jbn Adonijah's Introduction.” Seit der Ankunft des Elias Levita in Venedig (1527) findet der Name Jacob's sich nicht mehr in den dortigen hebräischen Drucken. Dies auffallende Factum ist nur durch seinen Uebertritt zum Christenthum erklärlich. Bömberg konnte wegen seiner jüdischen Kunden in den von ihm gedruckten Werken den Namen eines Convertiten nicht erwähnen. Das Factum der Glaubensänderung wird bezeugt 1) durch Elias Levita's Ausspruch über die masoretischen Ausgaben der Bibel Chajim's (Massoreth ha-mass., ed. Ginsburg, London 1867, P- 94); 2) durch die Venediger Mischnahausgabe von 1546, über welche Luzzato Nachricht giebt (Ozar Nechmad III, 112. Abgedruckt bei Ginsb., Intr. p. 12). Das Todes-

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