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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 101

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 101 (sequence 105)
Language
German
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Freimann: Wehishir. 101 Eine Bestätigung für die Annahme, daß Wehishir und Haschkhem blos verschiedene Namen desselben Buches sind, bietet der Umstand, daß in allen Anführungen nicht beide neben einander Vorkommen, was doch bei dem so vielfach übereinstimmenden Inhalte der Fall sein müßte. Doch glaubt Hr. Fr. eine solche Nebeneinanderstellung bei einem Schriftsteller gefunden zu haben und an demselben Orte zugleich den Namen des Verfassers für unser Wehishir. Ueber diesen hatte nämlich Z. keine Vermuthung aufgestellt, da nirgends ein solcher genannt wird, wie ja überhaupt für die Midraschim die Namen der Urheber oder der Sammler in den Hintergrund zu treten pflegen. Hr. Fr. jedoch meint den ״Chefez aluf" als Vrfr. des Wehishir gefunden zu haben, und betrachtet diese Vermuthung als so gesichert, daß er den Namen ganz einfach in den Titel — hebräischen wie lateinischen — seiner Ausgabe aufnimmt. Wir wollen das Bedenken unterdrücken, daß ein bei den alten Lehrern der arabisch-spanischen Schule so wohlbekannter und hochgestellter Mann nicht als Verfasser eines Werkes so mannichfachen Inhaltes verschwiegen worden wäre, auch Anführungen aus einem von solchem Manne herrührenden Buche weit zahlreicher Vorkommen müßten. Gehn wir auf die Stelle selbst ein, welche die ganze Vermuthung allein tragen soll. Dieselbe wird nach einer Mittheilung Goldenberg's im״ ׳Maggid" *) aus einer arabischen Schrift des Samuel Gama' gemäß G's. Uebersetzung in's Hebräische reproducirt (S. VI f. u. S. 103 Anm. 4) und lautet: ״Der Vrfr. des Midrasch Haschkhem schrieb die Worte des Simon Karra wörtlich ab, fügte nicht hinzu und nahm nicht davon, nur daß er sie aus dem Aramäischen ins Hebräische umschrieb. Das ist der Weg, den auch der verewigte Mar Chefez alluf gewandelt". Diese Worte faßt nun Hr. Fr. iS. XI) dahin auf, Samuel Gama' wolle sagen, der Vrf. des Haschkhem habe lediglich Stellen aus den Halachoth gedoloth abgeschrieben und daran weiter Nichts geändert, als daß er den — wofür 125 zu lesen — f. 143 a angeführt; da glaubt Fr., Zführe noch eine zweite Stelle aus Colbo § 143 au, eine Stelle, die er natürlich nicht ausfinden konnte (S. V Anm. 6), da Zunz blos die Blattzahl für die erste Stelle hiuzufügt, wie f und a genügend anzeigt. ף Iahrg. 1871 Nr. 34 im Beiblatt Zofeh. Mir Liegt dieser Jahrgang nicht vor, allein da die Quelle, wie bald erörtert wird, uns in ihrer Ursprünglichkeit anderweitig und besser zugänglich ist, so haben wir den Einblick in dieses Blatt nicht nöthig.

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