Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 1-2 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
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96 Recensionm. Welcher über die Anfertigung der Tempelgeräthe handelt (Seite :עב (143) bis 152 und 29 (117) bis 178), blos weil derselbe den Namen Therumah trägt, aber als freiwillige Gabe zur Herstellung der Stiftshütte, und dieser Name auch der Priesterhebe eignet! Das Büchlein nämlich trägt halachisch zusammen aus den zum Pentateuch angelegten Baraithasammlungen, Mechiltha und den andern, den Thalmuden nebst Thoßeftha, den späteren daran sich anschließenden Werken, namentlich den Halachoth gedoloth. Seinen haggadischen Bestandtheil entlehnt es der vorangegangenen Literatur der Midraschim mit Einschluß der s. g. Baraitha über ״Anfertigung des Stiftszeltes". Kaum dürfte sich sogar aus seiner Art der Benützung ein kritisches Moment für die Quellen ergeben, aus denen das Büchlein schöpft; bei seiner dissoluten, oft ineorrecten Art der Darstellung sind, zumal da blos ein nicht sehr sorgfältiges Manuscript vorliegt, ergiebige Resultate nicht zu erwarten. Für ein solches Werk kann die Aufgabe des Herausgebers, wenn es nun doch der Oeffentlichkeit übergeben wird, allein darin bestehen, außer einer allgemeinen Orientirung über Zeit der Abfassung, über Anlage und Charakter, im Einzelnen den Nachweis der Quellen, aus denen entlehnt ist und wie sie benützt sind, zu liefern. Auf die behandelten Materien selbst einzugehen liegt, bei der gänzlichen Abhängigkeit des Buches von früheren Autoritäten, gar keine Berechtigung vor. Hr. Freimann schlägt seltsamer Weise ein anderes Verfahren ein. Während er die geschichtlichen Fragen, obgleich ihm durch Zunz so bedeutsam vorgearbeitet war, nur in der ungeordnetsten Weise berührt, hat er einen ausgedehnten Commentar, Anfe Jehudah, beigefügt, in welchem er den Inhalt, namentlich den halachischen Theil behandelt, als hätten wir hier eine selbstständige Quellenschrift vor uns, er geht in weitläufige Ver- Handlungen ein und von einem Standpunkte aus, der an Naivetät mit der Lage und der Geistesrichtung unserer Zeit doch etwas gar zu sehr in Widerspruch steht. Dafür, daß sich die Anschauung des Herausgebers in Gedankenkreisen bewegt, die uns gespenstisch anblicken, mag ein Beispiel genügen. S. 113) כז) wird in Anm. 2 mit allem Ernste darüber als über einen etwa noch für die Lebens- Praxis gültigen Gegenstand verhandelt — es werden noch David Levi in Ture Sahab und Schabthai Kohen in Sifthe K. herangezogen — , ob man sich vor Nichtjuden zu Gericht stellen dürfe, und unter allen Umständen verneinend entschieden. Ich zweifle