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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 79

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 79 (sequence 83)
Language
German
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VIII. Oppenheim, Ben-Ascher. 79 magälis, in welchen der hier schriftlich erörterte Punkt, in' mündlichen Vorträgen der Seiche näher besprochen würde. Pest im November 1872. VIII. Gen-Äscher und der angebliche Differenzpunkt in Gelreff der Heiligkeit der Gibel zwischen Nabbinismus und Karäismus 1). Von Rabb. D. Oppenheim. Das Dunkel, worin bisher die Entstehung und Entwicklung der Massora gehüllt war, beginnt allmählig sich immer mehr aufzuhellen. Die Studien von S. Pinsker, S. Baer und S. Frensdorff haben ganz neue, bisher unbekannte Quellen erschlossen. Die beiden Hauptvertreter der Massora: Ben-Ascher und Ben-Nafthali, welche man fast nur als mythische Personen kannte, treten immer mehr in den klaren historischen Vordergrund. Der berühmte Codex Ben-Ascher, den die Alten als Mustercodex betrachteten, ist durch den Reisenden Jakob Safir aufgefunden und in dessen Reisewerk, Eben Safir, Bl. 12—20, beschrieben worden. Durch die von Safir veröffentlichten Excerpte aus den alten Bibeleodices in Aleppo von Ahron b. Ascher und in Kairo von Moses b. Ascher ist das Zeitalter und die Familie Ben-Aschers, Vater und Sohn, genauer bekannt worden. Hr. Prof. Dr. Graetz hat, Geschichte der Juden V. 344 und hauptsächlich in seiner Monatsschrift, 1871 2 ff. Ben-Ascher einen größeren Artikel gewidmet und ist darin auf Grund eines neu aufgestellten Differenzpunktes in Betreff der Heiligkeit der Bibel in ihrer Gesammtheit zwischen dem Nabbinismus und Karäismus zum Resultate gelangt, daß Ben-Ascher ein Karäer gewesen ist. Die hier folgende Widerlegung ganz unreifer Einfälle würde viel-- leicht den Raum nicht verdienen, der ihr hiermit vergönnt wird, wenn die irrige Annahme nicht hie und da Eingang gefunden hätte. Auch die Annähme zweier ben Ascher, Vater und Sohn, entbehrt aller Begründung. G.

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