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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1875-01-01 · 1-2 (1875) · p. Seite 26

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
11 (1875)
Issue
1-2 (1875)
Date
1875-01-01
Page
Seite 26 (sequence 30)
Language
German
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26 III. Wirksamkeit an der Hochschule Von dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert an in den ältesten thalmudischen Schriften vorliegen, während andererseits doch feststeht, daß einzelne Abweichungen vorhanden sind im Consonantentexte, in der, noch nicht durch Vocalzeichen sichtbar dargestellten, Aussprache bald mit abweichender Sinnesauffassung, bald nur nach phonetischem Systeme, sowie in der Versabtheilung. Indem sie weiter das Schicksal des Bibeltextes nach der thalmudischen Zeit verfolgt, prüft sie die Zeugnisse über spätere Verhandlungen, welche zu der endlichen vollen Gestaltung unseres gegenwärtigen Textes geführt, zuerst die Versuche in späteren Schriften (Tractat Soferim), die zweifelhafte Aussprache in mehreren Stellen zu fixiren, geht dann auf die Entstehung der Punetation und Accentuation ein, nach den zwei verschiedenen Systemen der Babylonier (Madinchae) und Palästinenser (Ma'arbae), deren Differenz auch den Consonantentext nicht unberührt läßt. Sie faßt sodann die Grundsätze ins Auge, welche die Punctatoren und Accentuatoren geleitet haben. Sie weist nach, daß dieselben nicht selten von dogmatischen Ansichten veranlaßt, dem Texte durch die beigesetzten Vocale und durch die vermittelst der Accente verlangte Satztheilung eine von dem ursprünglichen Inhalte abweichende Auffassung beilegen. Sie sahen sich dazu berechtigt durch die Rücksicht auf die Reinhaltung des Gottesbegrifss, durch das Bestreben von Israel insgesammt oder von einzelnen hervorragenden Männern Herabsetzendes zu beseitigen, sie Hallen es für geboten, Uebereinstimmung mit dogmatischen halachischen Annahmen herbeizuführen, indecente Ausdrücke zu verhüllen. Dieser Betrachtung schließt sich die Darlegung des Verfahrens an, wie es spätere Schulen in der kleinlichen Ausarbeitung beobachteten und die Grundlage zur Maßorah legten. Die Untersuchung steigt nun höher hinauf, um einen Einblick in die Gestalt des Vorth almu di scheu Bibeltextes zu ge- Winnen. Die thalmudischen Schriften selbst geben, übereinstimmend mit anderen Zeugnissen, die sichere Thatsache an die Hand von dem ehedem abweichenden Schriftcharakter, von der andern Gestalt der Buchstaben. Die Anomalieen, welche der Thalmud überliefert, wie sie auch unser Text bietet, diePuntte über denBuchstaben, die Klammern, die schwebenden, geschlossenen, kleinen und großen Buchstaben, die Ke re und Khethib, geben An- 1 L&w£m

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