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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · p. Seite 132

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 132 (sequence 135)
Language
German
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132 Umschau. Wird, daß das Targum ומןדז Exod. 18, 12 mit ויקיליב, er brachte dar, übersetzt, wie ebenso der Syrer, Saadias (קלב) und die Vulgata (obtulit) thun. Man fühlte also wohl, daß das Wort hier eine bloße Correetur ist für das ursprüngliche ריזבח, das man doch nicht von einem Fremdländischen gelten lassen wollte; später dachte man sich Jithro Wohl als vollen Proselyten, und so konnte man zu dem Sinne der alten Lesart zurückkehren. — Zu Exod. 29, 22 (vgl. zu Levit. 4, 10) erklärt er ganz richtig und einfach die אבלולרך von אנלל, sagen, nämlich die in der Schrift als Altartheile verzeichneten Stücke; gar mancher neuere angebliche Gelehrte hätte lange Diatriben erspart, wenn er diesem alten schlichten Gelehrten gelauscht hätte. — Zu Levit. 12, 4 spricht er lichtvoll über!ד!דד;:, er bemerkt sehr richtig zu mehreren Stellen (vgl. f. 61b, 89 b und 92b), daß der Ausdruck ״Mischnahsprache" nicht gepreßt werden dürfe, sondern auch die Baraitha davon umfaßt werde, er weiß (1. 70 b) die abweichende Aussprache des בלטכו bei den Babyloniern richtig zu verwenden, um damit die bekannte thalmudische Stelle zu erklären, er spricht einsichtig über das כביכול (f. 71a), wie über לחדא לאחת, sehr (72b), über בללדות, als von!לדד abzuleiten, also Züchtigung (75 a), über den activen Gebrauch des Participii passivi in der Mischnahsprache (1. 97 b). Besonders interessant ist noch die Anregung zu 9htm. 16, 1, man könne etwa in diesem Verse die Schlußworte בכי לאובן als Object fassen — was er freilich abweist; nach dem was oben Bd. IX S. 232 f. erörtert worden, ist es gar nicht unwahrscheinlich, daß man mit der vorgenommenen Correctur wirklich den Sinn beabsichtigt habe, Korah, Dathan und Abiram und On ben Peleth hätten die Söhne Ruben's genommen, um sich geschaart, und die Masse derer habe sich gegen Moses und Aaron aufgelehnt. — Ebenso spricht er sich zu Deuter. 15, 3 einsichtsvoll aus über die Identität von Prosbul und der ״Uebergabe der Schuldverschreibungen an den Gerichtshof", wie dies auch in den ״Lesestücken aus der Mischnah" (Breslau 1845) S. 77 f. erörtert worden. Bukrat ist selbst da belehrend, wenn er seine Unwissenheit eingesteht oder auch wenn er gangbaren Jrrthümern folgt. Wenn er zu Lev. 10,19 nicht anzugeben weiß, was unter ספלי עגל פנים מגבי־ zu verstehn ist, so vermuthet er doch ganz richtig, daß darunter ein jüngeres Midraschwerk gemeint sei, das sich auch Sifre genannt. — Zu Deut. 32, 26 weist er darauf hin, daß Raschi zu Neh. 9, 22

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