Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 133)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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130 Umschau. das Wort im Namen Jsaak's mit ^סעדי wiedergegeben, und dies ist die richtige LA. statt des sinnlosen סעוריך bei uns. Das Richtige hat auch Aruch im m8., wo nach dem zweiten Art. סעד noch ein dritter folgt, welcher lautet:1בבלר פע׳ג דודאים ר' יצחק אנלר בלסעדין). — Zu das. 40, 11 combinirt Aben Esra das ואפגחט mit סוחטי Jes. 57, 5 in einer sehr unklaren Weise, die auch nicht durch seine Worte zu Jesaias eine genügende Aufklärung findet. Bukrat meint nun, A. E. habe auch in Jesaias mit Sin gelesen; diese Lesart, fährt er fort, sei auch die der Gemara Niddah 13 a, wo von dem Onanisten ausgesagt wird, er sei einem Mörder gleichzuachten, und zwar mit Beziehung auf den Vers in Jesaias, und die Anführung schließt bei Bukrat mit den Worten: אל תקרי סוחטי אלא פווחטי. Das ist offenbar auch die richtige LA. in der Gemara. Sie dersteht nämlich unter ״den sich Erhitzenden" an den Bäumen (oder faßt sie gar באלים als Euphemismus für das männliche Glied?) die Onanisten und nennt sie ״Kinderschlächter", aber diese Benennung ergiebt sich ihr erst durch die Umwandlung der Lesung in סוחטי mit Schin, während die ihr übliche mit Sin war. Unsere Ausgaben — wie allerdings auch Zarzah und Norzi — haben das ״al thikre" umgekehrt, wo es aber keinen Sinn hat. Vielmehr scheint man eine Zeit lang die Aussprache ״schochate" als Schlächter der Kinder gescheut und ״sochate" als Presser, etwa als Päderasten, vorgezogen zu haben; die Herstellung der ursprünglichen richtigen Aussprache gelangte auf dem Umwege der Deutungen wieder zu ihrem Rechte. — Zu 49, 4 führt er die Stelle aus Schabb. 55 b an, wonach aus diesem V. gedeutet wird, Rüben habe zwei Lager, das der Vorsehung und das Jakob's, verwirrt, ohne daß er die bei uns darauf folgenden Worte kennt: אל תקרי יצועי אלא יצועיי. Schon Samuel Edels zu Schabbath bemerkt, daß Raschi sicher diesen Zusatz nicht kannte und daß er auch in Jalkut § 137 fehlt. So beweist denn die Deutung der Gemara, daß die ihr geläufige Ausspräche יצועי mit einer Pluralbezeichnung war, was meine Ansicht in Urschrift S. 374 bestätigt. — Zu Exod. 14, 2 erkennt er unbefangen, wie die Gemara in Hiob 12, 23 יפוגיא mit Schin, umgekehrt יטוחכה Spr. 12, 25 mit Sin gelesen habe, und zu Deuteron. 22, 22 kennt er in Sifre und Gemara Sanhedrin die ב) Dann folgt ein Art. סער mit Resch, wo die Stelle 1 Kön. 9, 12 erklärt wird.